Fr, 23. Februar 2018

Patzer gegen Sturm

14.08.2011 13:49

Rapid-Goalie Payer: "Habe solche Bälle schon gehalten"

Helge Payer war bei Rapids erster Saisonniederlage am Samstag bei Sturm Graz die tragische Figur. Er ließ einen eigentlich harmlosen Schuss von Haris Bukva in der 93. Minute zum 1:0-Endstand ins Tor kullern. Nach dem Spiel zeigte sich der Unglücksrabe selbstkritisch: "Solche Bälle habe ich schon gehalten."

"Diese Niederlage haben sich alle defensiven Spieler inklusive mir selbst zuzuschreiben", meinte Payer nach der Partie: "Bukva ist von fünf Leuten nicht attackiert worden." Auch Trainer Peter Schöttel ärgerte sich: "Beim Tor sind eine Reihe von Fehlern passiert, bis dahin war die Verteidigung aber tadellos. Eine unnötige Niederlage."

Sturm im Aufwind
Die Leistungskurve von Meister Sturm Graz zeigt dagegen zum richtigen Zeitpunkt nach oben. "Wir haben gegen Rapid viel besser gespielt als in den Partien davor, waren kompakter und haben phasenweise gut kombiniert. Ich bin überzeugt, das wird noch viel besser", freute sich Trainer Franco Foda nach dem ersten Sieg in der vierten Liga-Runde.

Foda ist auch überzeugt, dass der Erfolg wichtiges Selbstvertrauen für das Qualifikations-Match am Dienstag in Minsk gegen BATE Borisow bringen wird. "Es hat sich aber nichts geändert, die Chancen stehen weiter 50:50. Mit zwei guten Spielen haben wir die Chance, in die Gruppenphase einzuziehen, was in Österreich schon lange niemand mehr geschafft hat", so Foda. Der bis dato letzte ÖFB-Vertreter in der "Millionenliga" war 2005/06 Rapid.

Kühbauer nimmt Naumoski in Schutz
In der Südstadt trafen am Samstag mit der Admira und dem SV Mattersburg zwei als Abstiegskandidaten gehandelte Vereine aufeinander. Doch der 2:1-Erfolg der Admira über Mattersburg hat in der vierten Bundesliga-Runde gezeigt, dass sich die Niederösterreicher mit sieben Punkten als Vierte derzeit kaum um den Klassenerhalt sorgen müssen. Ganz im Unterschied zu den Burgenländern, die mit zwei Zählern die Rote Laterne tragen.

Admira-Coach Dietmar Kühbauer zeigte sich ob des glücklichen, aber verdienten Sieges hochzufrieden und ließ es sich nicht nehmen, seinen ehemaligen Spielerkollegen bei Mattersburg in Schutz zu nehmen. Ilco Naumoski, auf den Bundesliga-Plätzen als Heißsporn bekannt, war in der 9. Minute wegen einer Tätlichkeit ausgeschlossen worden - eine harte Entscheidung, wie Kühbauer befand. "Das ist eine Rote Karte, die nur Ilco bekommt", sagte der Burgenländer, der drei Saisonen lang gemeinsam mit Naumoski gekickt hatte. "Auch wenn er schon viele Fehler gemacht hat, muss ich ihn in dieser Situation verteidigen. Harald Lechner wird zwar als bester junger Schiedsrichter angesehen, aber auch der Ausschluss gegen Dibon war eine klare Fehlentscheidung."

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