Mo, 19. Februar 2018

Erste Liga

12.08.2011 22:26

Hartberg gelingt Sensation gegen Spitzenreiter WAC

Erste-Liga-Schlusslicht Hartberg ist am Freitagabend die große Sensation gelungen: Die bis dato punktelosen Steirer gewannen am 7. Spieltag zu Hause gegen Tabellenführer WAC/St. Andrä mit 4:3 - obwohl sie nach nicht einmal einer halben Stunde schon mit 0:3 in Rückstand geraten waren. Die zweitplatzierte Austria aus Lustenau trennte sich vom LASK mit 1:1. Altach fertigte den FC Lustenau mit 4:1 ab, Vienna (gegen St. Pölten) und Blau-Weiß Linz (gegen Grödig) feierten ebenfalls Heimsiege.

Hartberg - WAC/St. Andrä 4:3 (3:3)
TSV Hartberg hat am Freitag ausgerechnet gegen den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter WAC/St. Andrä den ersten Sieg in der Ersten Liga gefeiert. Die zuvor punktlosen Steirer drehten das Match von 0:3 auf 4:3. Bytyci, der beste Mann der Sieger, erzielte in der Nachspielzeit per Kopf mit seinem zweiten Tor den Siegestreffer. Die Kärntner, die nach einer halben Stunde 3:0 geführt hatten, kassierten die erste Saisonniederlage.

WAC/St. Andrä schien einem sicheren Erfolg entgegenzusteuern - Baldauf (19.), Sollbauer (21.) und Falk (27.) sorgten für vermeintlich klare Fronten. Doch die Garger-Elf schaffte innerhalb von sechs Minuten noch vor dem Wechsel den Gleichstand. Bytyci (40.), Kobylik (42./Elfer) und Harrer (45./im Bild) trafen. Nach der Pause hatten die Steirer gegen die nervösen Gäste ein Übergewicht. Suppan rettete vor Bytyci noch auf der Linie (61.), doch im Finish kam Hartberg doch noch zum Sieg. Nach Freistoß von Adilovic kam Bytyci mit dem Kopf an den Ball, Keeper Dobnik war geschlagen.

Austria Lustenau - LASK 1:1 (1:1)
Austria Lustenau hat die erste Saisonniederlage von WAC/St. Andrä nicht zum Sprung an die Tabellenspitze nützen können. Die Vorarlberger mussten sich im Schlager der Runde gegen den LASK mit einem 1:1 begnügen und liegen damit einen Punkt hinter dem Spitzenreiter auf Rang zwei. Dank eines Treffers von Jürgen Kampel (39.), der die Führung von Benjamin Freudenthaler (9.) ausglich, blieb die Austria zum achten Mal in Folge in der Meisterschaft ohne Niederlage.

LASK-Trainer Walter Schachner musste seine offensiven Stammkräfte Kragl, Unverdorben und Aigner vorgeben, dennoch gingen die Linzer mit ihrer ersten Chance und einem sehenswerten Treffer in Führung. Der ehemalige Lustenauer Freudenthaler nahm eine Kaufmann-Flanke volley und traf zum 1:0. Der LASK dominierte fortan. Die Athletiker agierten kompakt und lauffreudig, die Austria fand dagegen kein Mittel. Und kam doch überraschend zum Ausgleich. Kampel zog aus gut 20 Metern ab, der Ball senkte sich hinter Mandl ins Tor.

Lustenau hatte unmittelbar vor dem Pausenpfiff bei einem Lattentreffer von Hart Glück und kam danach stark verbessert aus der Kabine. Da beide Abwehrreihen gut standen, blieb es aber bei der gerechten Punkteteilung.

Altach - FC Lustenau 4:1 (3:0)
SCR Altach hat sich im Duell mit dem FC Lustenau keine Blöße gegeben und den ersten Heimsieg im vierten Saisonmatch vor eigenem Publikum gefeiert. Altach setzte sich mit 4:1 durch. Das Spiel lief wie auf einer schiefen Ebene in Richtung Gästetor, verstärkt wurde der einseitige Verlauf durch den frühen Ausschluss von Holzmann (16.) nach der Gelb-Roten Karte.

Zwei Treffer von Tomi (10./Handelfer und 22.) brachten die Gastgeber vor mehr als 4.000 Fans rasch in Führung, Netzer stellte noch vor dem Wechsel auf 3:0 (41.). Altach musste keineswegs großartig aufspielen, um zu einem sicheren Erfolg zu kommen. Kurz nach dem Wechsel stellte Hörmann auf 4:0, Ritzmaier gelang wenige Minuten nach seiner Einwechslung in der Nachspielzeit der Ehrentreffer.

Vienna - St. Pölten 3:1 (1:1)
Nach vier Niederlagen in Folge (inklusive Cup fünf) hat die Vienna am Freitag einen Schritt aus der Krise gemacht. Die Elf von Alfred Tatar drehte gegen St. Pölten einen 0:1-Rückstand und gewann mit 3:1. Matthias Hattenberger (41.), Andreas Tiffner (47.) und Mario Kröpfl (88.) sorgten für die entscheidenden Treffer. Die Vienna hatte aber auch Glück, dass Schiedsrichter Hirschbichler ein Handspiel von Rathfuss im eigenen Strafraum übersah (67.).

Beide Mannschaften hatten nach Cup-Niederlagen gegen unterklassige Vereine einiges gutzumachen, aber auch wichtige Ausfälle zu verkraften. St. Pölten, das sieben Spieler vorgeben musste, hatte in der 26. Minute den besseren Start für sich. Vienna-Torhüter Traby konnte einen Kopfball nur an die Stange lenken, Popp staubte aus kurzer Distanz ab. Rund zehn Minuten später vergab Segovia die große Chance auf das 2:0. Es sollte sich kurz vor der Pause rächen, als Hattenberger nach Kerschbaumer-Eckball zum Ausgleich einköpfte. Kurz nach der Pause war Tiffner nach Salvatore-Flanke zur Stelle und erhöhte auf 2:0. In der Schlussphase machte der eingewechselte Kröpfl alles klar.

Blau-Weiß Linz - SV Grödig 3:0 (2:0)
Aufsteiger Blau-Weiß Linz hat den zweiten Sieg in der Ersten Liga gefeiert. Die Oberösterreicher feierten dank Treffer von Manuel Hartl (10.), Torsten Knabel (39.) und Dominic Hassler (93.) einen 3:0-Sieg gegen den SV Grödig. Blau-Weiß beendete damit zwei Serien: Für die Linzer war es nach drei Niederlagen wieder ein Erfolgserlebnis, die Elf von Trainer Heimo Pfeifenberger ging nach drei Siegen in Folge erstmals wieder leer aus.

Die Entscheidung fiel schon in der ersten Hälfte. Hartl verwertete gleich die erste Chance, er zog nach einem langen Pass von Wawra vom Fünfereck ab und traf ins lange Kreuzeck zur Führung. Nachdem Lainer die Riesenchance zum Ausgleich ausgelassen hatte und Huspek auf der Gegenseite ebenso versagte, nützte Knabel eine schlechte Abwehr von Torhüter Schranz bei einem Wawra-Freistoß zum 2:0 (39.).

In der zweiten Hälfte vergaben die Linzer zunächst einige Chancen auf einen höheren Sieg, die größte davon in der 79. Minute: Wawra scheiterte mit einem Foulelfmeter an Schranz, der auch den Nachschuss von Piesinger parierte. Lainer war da längst in der Kabine, er kassierte wegen einer Tätlichkeit in der 62. Minute die Rote Karte.

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