Mo, 28. Mai 2018

ÖFB-Test negativ

11.08.2011 13:58

1:2 gegen Slowakei: "An Ineffizienz nicht zu überbieten"

Wieder einmal gut gespielt und alles versucht - aber am Ende stand für die ÖFB-Elf am Mittwoch dennoch eine 1:2-Pleite im Test gegen die Slowakei. Die Nationalspieler und auch Trainer Didi Constantini lobten nach dem Match zwar den gefälligen Kombinationsfußball, den das Team vor allem in der ersten Halbzeit zeigte, waren aber dennoch enttäuscht. Die Analyse von Hannover-Legionär Emanuel Pogatetz brachte den Grund für die Niederlage auf den Punkt: "Das war an Ineffizienz nicht zu überbieten."

"Viel Herz, wenig Effizienz", lautete auch das Fazit von Constantini nach dem 1:2. "Aber darum kann man sich nichts kaufen, wir kriegen zu leicht Tore. Es zählen die Resultate, da hat der Präsident schon recht", gab er zu. Was in der EM-Qualifikation gegen Deutschland am 2. September besser sein muss? "Wir müssen abgebrühter spielen. Auch einmal eine Gelbe Karte riskieren, um einen Konter zu verhindern." Stürmer Marc Janko, den Herbert Prohaska in seiner Analyse sogar als "Fremdkörper" sah (siehe Infobox), nahm er in Schutz: "Für mich war er nicht schlecht, hat Chancen vorbereitet."

Constantini: "Kein Grund für Veränderung"
Trotz der verpatzten Generalprobe will der Teamchef mit einer sehr ähnlichen Mannschaft in die entscheidenden EM-Qualifikationsspiele gehen. "Ich sehe keinen Grund für Veränderungen im Kader", erklärte Constantini. Die Chancen auf eine Rückkehr von Marko Arnautovic oder gar Andreas Ivanschitz scheinen also mehr als gering.

Dabei war Ex-Kapitän Ivanschitz beim deutschen Bundesligisten Mainz 05 zuletzt zusehends zum Stammspieler avanciert. "Ivanschitz ist ein sehr guter Fußballer. Ich weiß aber nicht, ob er jetzt den Unterschied ausmachen würde", sagte Constantini, der seinen Kader für das EM-Quali-Doppel am 23. August bekannt geben wird.

Nationalspieler schwer enttäuscht
Die Spieler selbst waren nach der Pleite bitter enttäuscht. Torhüter Christian Gratzei ärgerte sich: "Dieses erste Tor kassierst du nur dann, wenn du ohnehin schon eine Pechserie im Team hast. Gegen Deutschland muss sich einfach alles umkehren." Auch Christian Fuchs war traurig: "Eine blöde Sache, wenn man sich so viele Chancen erarbeitet, aber dann als Verlierer vom Rasen stapft."

Hannover-Legionär Emanuel Pogatetz ergänzte: "Zumindest ein Punkt wäre logisch gewesen, wir waren besser. Wer weiß, vielleicht kommt alles bald zurück?" Stefan Kulovits brachte auf den Punkt, was viele dachten: "Wir hätten dem Teamchef so gerne einen Sieg geschenkt, dann wäre vieles einfacher geworden. Aber vielleicht haben wir uns den Erfolg nur für Deutschland aufgehoben."

ÖFB-Direktorium entscheidet über Teamchef-Frage
Die Spiele gegen Deutschland und vier Tage danach gegen die Türkei sind jedenfalls jene, in denen man sehen wird, in welche Richtung die Teamchef-Frage geht. Am Donnerstag wurde in einer Präsidiumssitzung einstimmig beschlossen, erst nach Abschluss der EM-Qualifikation im Oktober über die Zukunft von Dietmar Constantini zu entscheiden. "Nach diesen Begegnungen werden wir Bilanz ziehen und die Situation analysieren", erklärte ÖFB-Präsident Leo Windtner. "In weiterer Folge werden wir die Entscheidung treffen, ob die Zusammenarbeit mit Teamchef Constantini prolongiert wird."

Constantini ist seit März 2009 im Amt. Von 21 Spielen hat der 56-jährige Tiroler sieben gewonnen und zwölf verloren. Präsidiumsmitglieder sind neben Windtner die neun Präsidenten der Landesverbände sowie als Vertreter der Bundesliga deren Präsident Hans Rinner, Aufsichtsratschef Markus Kraetschmer und Vizepräsident Gerhard Stocker. Dazu kommen ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig, ÖFB-Rechtsdirektor Thomas Hollerer und Bundesliga-Vorstand Georg Pangl als Vertreter ohne Stimmrecht.

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