Mi, 21. Februar 2018

-48° in Murmansk

07.01.2003 16:42

Schon 233 Menschen in Russland erfroren

Bittere Kälte herrscht im europäischen Teil Russlands. Die Bewohner der Hafenstadt Murmansk und der Halbinsel Kola zitterten bei bis minus 48 Grad. Für Karelien an der Grenze zu Finnland wurden bis 45 Grad unter Null angekündigt - der schlimmste Frost seit mehr als 20 Jahren.
In Moskau zeigte das Thermometer am Dienstagknapp 30 Grad unter Null an. Für die Nacht zum Mittwoch wurdenbis zu 35 Grad Kälte vorausgesagt.
 
Vielerorts erschienen wegen der bitteren Kältekaum Besucher bei den öffentlichen Veranstaltungen zum orthodoxenWeihnachtsfest. "Der Frost hat den Feiern Grenzen gesetzt", schriebdie Agentur Itar-Tass. "Die Menschen bleiben lieber zu Hause."
 
In mehreren Städten und Siedlungen fiel dieFernwärme aus, berichtete die Agentur Interfax. Allein inKarelien froren deswegen rund 5000 Menschen in ihren Wohnungen,während Reparaturtrupps an den defekten Leitungen und Anlagenarbeiteten. Auch in einigen Bezirken der Großstadt Nowgorodbrach am Dienstag die Versorgung mit Fernwärme zusammen.
 
Auf den Straßen der russischen Hauptstadterfroren in der Nacht zum Dienstag vier Menschen. 21 wurden mitErfrierungen in die städtischen Kliniken gebracht. Damitstieg die Zahl der Kältetoten in Moskau seit Anfang Oktoberauf 233. Die Opfer sind meist Obdachlose oder Betrunkene.
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