Sa, 18. November 2017

Coursing

10.08.2011 15:30

Rassegerechte Auslastung für Windhunde

Agility, Obedience oder Fährten – es gibt zahlreiche Hundesportarten, um seinen Vierbeiner körperlich und geistig auszulasten. Bei der Wahl der geeigneten Beschäftigung sollte man die Eigenschaften und Vorlieben der einzelnen Hunderassen berücksichtigen. Während Retriever gerne apportieren und Hütehunde oft Spaß an Agility haben, sind Windhunde beim sogenannten Coursing optimal gefordert.

Österreich war eines der ersten Länder Europas, in das der Windhundesport Einzug gehalten hat. Dennoch wissen viele Besitzer von Windhunderassen gar nicht, welche Möglichkeiten sich in Bezug auf die sportliche Auslastung ihrer Vierbeiner anbieten. So gibt es gleich mehrere Vereine, die professionell Windhunderennen organisieren und interessierten Hundebesitzern das Training ermöglichen.

Beim Windhunderennen laufen die Hunde auf einer Rennbahn einer Art Köder nach. Dabei handelt es sich meist um einen mechanisch gezogenen, künstlichen Hasen. Die Bahn ist zwischen 350 und 480 Meter lang. Beim Coursing wird eine Sichthetzjagd inszeniert: Das Rennen findet nicht auf einer Bahn, sondern im natürlichen Gelände statt. Mit dem Lockmittel wird eine Zickzackspur gezogen, um die natürlichen Fluchtbewegungen eines Kaninchens zu simulieren. Die Hunde laufen jeweils paarweise durch den abgesteckten Parcours und sollen ihr Jagdverhalten unter Beweis stellen. Der Lauf wird von Coursingrichtern im Hinblick auf Kondition, Gewandtheit, Eifer, Intelligenz und Schnelligkeit bewertet.

Um sich im Windhunderennen oder Coursing zu versuchen, sollte dein Hund erwachsen sein und die gängigen Grundkommandos gut beherrschen. Gesundheit und Kondition sind Voraussetzung, das Tier sollte zudem mit unterschiedlichen Bodenverhältnissen vertraut sein. Bevor dein Hund zum ersten Mal läuft, solltest du mit ihm den Parcours abgehen und die angebotenen Einführungen der Veranstalter in Anspruch nehmen.

Wer den Sport mit seinem Hund professionell und auf Wettkampfebene betreiben möchte, benötigt eine Coursinglizenz, die vom Österreichischen Kynologenverband vergeben wird. Zugelassen sind alle Windhunderassen der FCI-Gruppe 10, wie etwa der Afghanische Windhund, der Barsoi oder der Whippet. Für alle anderen Interessierten werden von vielen Vereinen Spaßturniere angeboten.

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