Mo, 19. Februar 2018

Beach-Volleyball

05.08.2011 21:24

Final-Wochenende in Klagenfurt ohne Österreicher

Das Finalwochenende beim Beach-Volleyball-Grand-Slam in Klagenfurt geht ohne österreichische Beteiligung in Szene. Nachdem die Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger am Freitagvormittag im Achtelfinale ausgeschieden waren, folgten am Abend auch die Herren-Teams Clemens Doppler/Matthias Mellitzer sowie das Überraschungsduo Alexander Huber/Robin Seidl. Rot-Weiß-Rot ist damit in Klagenfurt erstmals seit dem Jahr 2000 schon am Samstag nicht mehr vertreten.

Doppler/Mellitzer verpassten nach starkem Start mit zwei Siegen den Gruppensieg durch ein 0:2 gegen Jefferson Bellaguarda/Patrick Heuscher. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale mussten sich die EM-Zweiten dann den brasilianischen Mitfavoriten Ricardo/Pedro Cunha mit 1:2 (-11,20,-11) geschlagen geben. "Wir haben uns heute selbst geschlagen", meinte Doppler. "Und ich hasse es, zu verlieren. Wir haben eine zu große Schwankung im Spiel."

Schon in den vergangenen Wochen hatte sich Österreichs Topteam alles andere als in Bestform präsentiert. Zudem hatten Gerüchte um eine mögliche Trennung nach Saisonende für Unruhe gesorgt. "Wir haben zumindest besser gespielt als die letzten Turniere. Rang 17 ist aber natürlich enttäuschend", gestand Mellitzer. "Wir hätten zumindest auf das Achtelfinale gehofft." Im Vorjahr war das Duo beim Heimturnier ins Viertelfinale eingezogen.

Olympia-Quali in weiter Ferne
Die Olympia-Qualifikation rückt damit nicht nur für Alexander Horst/Daniel Müllner, die die Gruppenphase nicht überstanden, sondern auch für Doppler/Mellitzer in immer weitere Ferne. Der Grand Slam war eine große Chance, Punkte für das Ranking zu holen. "Für uns war das hier aber nicht das große Thema", sagte Mellitzer. "Ich hoffe, dass wir eher die positiven Momente mitnehmen."

Nächstes Ziel ist die EM kommende Woche in Kristiansand. Das ist sie auch für Horst/Müllner sowie für Huber/Seidl, die das Klagenfurter Publikum zu begeistern vermochten. Die mit einer Wild Card in den Hauptbewerb gerutschten Kärntner schalteten erst sensationell die Serien-Europameister Reinder Nummerdor/Richard Schuil aus, ehe sie sich den deutschen Stars Julius Brink/Jonas Reckermann mit 0:2 (-14,-18) geschlagen geben mussten.

Nie zuvor war das Duo in einem Grand-Slam-Hauptbewerb gestanden. Zuerst hatten sie den Weltmeistern Alison/Emanuel einen Satz abgejagt, dann die amtierenden Europameister eliminiert. "Es war genial. Diese Woche werden wir nicht so schnell vergessen", versicherte Huber. "Es ist eine irrsinnig wertvolle Erfahrung, die wir hier gemacht haben. Man bekommt nicht jede Woche die Chance, gegen die besten Teams der Welt zu spielen."

Seidl begeisterte mit unbekümmerten Schlägen
Vor allem Seidl vermochte mit unbekümmerten Schlägen zu begeistern. "Ich kann das Publikum positiv für mich nützen", erklärte der 21-Jährige, dessen Mutter Psychotherapeutin ist und den Youngster mental bestens vorbereitet hat. Selbst Brink/Reckermann vermochten die Kärntner Außenseiter voll zu fordern. Die Deutschen sind nicht nur Weltmeister von 2009, sondern auch aktuelle WM-Dritte und in Klagenfurt als Nummer drei gesetzt.

Erstmals seit 2000 muss der Saisonhöhepunkt der heimischen Beacher aber bereits am Samstag ohne österreichische Beteiligung auskommen. "Das ist schade für das Turnier. Die Leute werden aber trotzdem kommen", meinte Routinier Doppler. Die Stimmung, die bereits unter der Woche ihresgleichen gesucht hatte, werde allerdings nicht mehr zu erreichen sein. "Auch beim Finale nicht", sagte Doppler. Das mit 600.000 US-Dollar dotierte Turnier endet am Sonntag.

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