Do, 22. Februar 2018

Lieber eine Frau

15.08.2011 10:26

Was einen guten Beifahrer ausmacht

Lieber alleine oder doch besser zu zweit unterwegs? "Hängt vom Beifahrer ab", sagt die Hälfte der Autofahrer. Der falsche Beifahrer kann die Fahrt zum Höllentrip machen. Der ÖAMTC ist dem Phänomen neben dem Fahrer auf den Grund gegangen. Wie muss der perfekte Beifahrer gestrickt sein?

Am liebsten fährt man mit dem Partner oder einem Freund. Die Beziehung ist vertraut und man kennt die Gewohnheiten des anderen. Das gibt ein Gefühl von Sicherheit, sagt der ÖAMTC.

Eine überraschende Erkenntnis: Sowohl Männer als auch Frauen haben lieber eine weibliche Beifahrerin an ihrer Seite. Eine Besonderheit stellt der Klub bei jugendlichen Fahranfängern fest: "Sie haben keine Freude, wenn Kinder oder Eltern mit an Bord sind. Das löst bei den noch unroutinierten Fahranfängern Stress aus." Dagegen sind Eltern sehr gerne mit ihren Kindern unterwegs. "Sie nutzen die Zeit zum Plaudern."

73 Prozent aller Befragten haben vor allem bei Ausflügen und in der Freizeit Beifahrer mit im Fahrzeug. Knapp dahinter: Einkaufsfahrten (56 Prozent), Urlaub (55 Prozent) und private Wege (52 Prozent). Auf dem Weg zur Arbeit und bei beruflichen Fahrten sind die meisten alleine unterwegs. Jedenfalls spielt der Beifahrer eine wichtige Rolle. Der Beifahrer muss auf die Bedürfnisse des Fahrers Rücksicht nehmen. Ansonsten riskiert man, dass die Fahrt gefährlich wird.

Ärger und Streit durch "falsches" Beifahrerverhalten entnervt den Fahrer und zieht Aufmerksamkeit vom Verkehr ab, warnt der ÖAMTC. Beide Seiten sollten sich um das Wohl des jeweils anderen bemühen: Der Lenker sollte seinem Beifahrer sagen, was ihm hilft, sicher und konzentriert zu pilotieren. Der Beifahrer sollte das zu seiner eigenen Sicherheit beherzigen.

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Das macht Beifahrer beliebt:

  • In der Fahrer-Gunst ganz oben steht der besonders "Aufmerksame". "Fast alle der Befragten schätzen es, wenn sie auf Verkehrskontrollen und Gefahrenquellen hingewiesen werden", sagt der ÖAMTC.
  • Ex aequo rangiert der "Navigator". Gleich 93 Prozent wünschen sich einen Beifahrer, der geschickt im Umgang mit Straßenkarten ist. Es macht sich bezahlt, die Fahrtstrecke im Vorhinein anzuschauen. Man hebt seine Sympathiewerte als Beifahrer erheblich, wenn man weiß, wo's langgeht.
  • Dicht dahinter steht der Wunsch nach einem gelassenen und entspannten Beifahrer. 85 Prozent der Autofahrer wollen Lob hören. So störend die Kritik am Fahrstil ist, so unterstützend sind lobende Worte vom Mitfahrer. Von 78 Prozent der befragten Autofahrer wurde in der Umfrage der Wunsch geäußert, dass der Beifahrer auf Anzeichen von Müdigkeit aufmerksam macht. Auch weitere entlastende Faktoren wie ein Fahrerwechsel, wenn nötig, oder ein angenehmes Gespräch mit einem möglichst wachen Beifahrer stehen bei den Fahrern hoch im Kurs.

Das macht Beifahrer unbeliebt

  • Copiloten, die den Gurt verweigern, treiben 84 Prozent der befragten Autofahrer zur Weißglut. Wenn man selbst eine hohe Gurtmoral hat, verlangt man das auch von seinem Beifahrer. Außerdem fürchten viele Fahrer, dass sie bei einem Unfall zur Verantwortung gezogen werden.
  • Beinahe drei Viertel der Befragten (73 Prozent) ärgern sich über angespannte und nervöse Beifahrer. "Angsthasen", die ständig mitbremsen und sich im Beifahrersitz festklammern, werden als belastend empfunden. "Der Fahrer wird unsicher, weil ängstliches Verhalten sein Können in Frage stellt", erklärt der ÖAMTC.
  • Rauchende Beifahrer, oder auch solche, die Anstalten machen, sich eine Zigarette anzuzünden, rufen bei zwei Drittel (66 Prozent) der Befragen großen Unmut hervor. Es gibt sogar viele Raucher, die den Glimmstängel im Auto als unnötig empfinden.
  • Knapp dahinter (54 Prozent) liegen die "Fahrstilkritiker" als Ärgerfaktor. Die Kritisierenden erreichen meist das Gegenteil von dem, was sie wollen. Der Fahrer wehrt sich instinktiv gegen die Vorwürfe, der Fahrstil wird eher verfestigt als verändert.
  • Das Wechseln des Radiosenders ist für 48 Prozent ein Grund, den Beifahrer bei der nächsten Fahrt lieber zu Hause zu lassen.

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