Di, 22. Mai 2018

Turnier in Kärnten

04.08.2011 15:56

Schwaigers im 1/8-Finale, Sieg für Doppler/Mellitzer

Die sportliche Durststrecke ist überwunden. Die Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger haben sich beim Beach-Volleyball-Grand-Slam in Klagenfurt eindrucksvoll in der Weltelite zurückgemeldet. Die Niederösterreicherinnen gewannen am Donnerstag auch gegen die deutschen Europameisterinnen Sara Goller/Laura Ludwig souverän mit 2:0 und stehen damit ohne Satzverlust im Achtelfinale. Erfolgserlebnis auch bei den Herren: Clemens Doppler und Matthias Mellitzer gewannen ihre Auftaktpartie.

Seit der WM Mitte Juni in Rom waren die Schwaigers nicht mehr im Achtelfinale eines großen Turniers gestanden. Kleine Selbstzweifel hatten sich nach starkem Saisonstart eingestellt, an ihrem System wollten die Waldviertlerinnen mit Trainer Martin Olejnak aber nichts verändern. "Wir haben nicht gewusst, warum wir eigentlich verlieren. Jetzt haben wir unser Selbstvertrauen wiedergefunden", erklärte Doris Schwaiger. "Wir mussten eigentlich nicht viel ändern."

Kurzer Prozess mit Goller/Ludwig
Schlüsselerlebnis für die Olympia-Fünften von Peking war am Mittwoch das Auftaktspiel in Klagenfurt, als sie die Chinesinnen Ying Huang/Yuan Yue, gegen die sie in der Vorwoche in Polen noch knapp verloren hatten, in zwei Sätzen abfertigten. Auch mit Goller/Ludwig machten sie im ersten Satz dank starker Schlagleistung kurzen Prozess. "Wir haben unsere Taktik etwas umgestellt. Vielleicht haben wir sie damit ein bisschen überrascht", meinte Doris Schwaiger.

Während die Europameisterinnen wie die Österreicherinnen Barbara Hansel/Sara Montagnolli in der Zwischenrunde um den Achtelfinal-Einzug spielen mussten, ersparten sich die Schwaiger-Schwestern die erste K.-o.-Runde am Donnerstagnachmittag. Stattdessen ging es bei angenehmen Bedingungen um 22 Grad in den Wörthersee. Im Vorjahr hatten die Schwestern in Klagenfurt erstmals das Viertelfinale erreicht. "Jetzt ist noch sehr viel möglich", versicherte Stefanie Schwaiger. "Nach den letzten Wochen hätte ich mir nicht gedacht, dass es so gut läuft."

Endstation für Rimser/Pichler
Alle Chancen hatten auch Hansel/Montagnolli trotz einer 0:2-Niederlage gegen die Niederländerinnen Sanne Keizer/Marleen van Iersel. Die Vorjahres-Vierten beendeten ihre Gruppe nach einem Sieg in drei Spielen auf Rang drei, mussten damit in die Zwischenrunde. Endstation war die Gruppenphase dagegen wie erwartet für Cornelia Rimser und Kerstin Pichler. Das Wild-Card-Team verlor auch das dritte Gruppenspiel gegen Vasiliki Arvaniti/Maria Tsiartsiani aus Griechenland 0:2 und beendete das Turnier auf Rang 25.

Doppler/Mellitzer siegen zum Auftakt
Die EM-Zweiten Clemens Doppler und Matthias Mellitzer spielen in Klagenfurt auch um ihre gemeinsame Zukunft. Sollten sich in den nächsten Wochen im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation keine Ergebnisse einstellen, könnten die Partner laut Doppler nach dieser Saison getrennte Wege gehen. Sein Auftaktspiel gegen die Kasachen Alexej Sidorenko/Olexander Djatschenko gewann das Duo am Donnerstag jedenfalls mit 2:1.

Sieg war "extrem wichtig"
Das Heimturnier dürfte für Doppler/Mellitzer zu einem richtungsweisenden Event werden. Mit Ausnahme des Achtelfinal-Einzugs bei der WM Mitte Juni in Rom hatte die seit 2009 bestehende Paarung bei keinem großen Turnier ein Spiel gewonnen. In Klagenfurt soll alles anders werden. "Der Auftaktsieg ist extrem wichtig für uns", betonte Doppler. "Hier zu Hause wollten wir unbedingt etwas zeigen. Mir ist schon ein Stein vom Herzen gefallen."

Über die Zukunft will das Duo mit Manager Nik Berger erst nach Klagenfurt und der EM kommende Woche in Kristiansand entscheiden. Gegen die Kasachen zeigte sich vor allem Mellitzer stark verbessert. "Wir haben beim Service mehr riskiert", erklärte der Osttiroler. Das Duo kämpfte sich nach Satzrückstand zurück.

Niederlage für Horst/Müllner
Eine Auftaktniederlage setzte es dagegen für Alexander Horst und Klagenfurt-Debütant Daniel Müllner. Das neu formierte Duo musste sich den Schweizern Sebastien Chevallier/Sascha Heyer 0:2 (-21,-19) geschlagen geben. "Wir haben zum Schluss zu viele Eigenfehler gemacht", gestand Horst. "Jetzt ist der Druck natürlich da." Die zweiten Gruppenspiele folgten am Donnerstagnachmittag.

Huber/Seidl mit starker Leistung
Mit einer sensationellen Partie überraschten Alexander Huber und Robin Seidl, die mit einer Wild Card ins Turnier gekommen waren. Die Kärntner lieferten den topgesetzten Weltmeistern Alison/Emanuel einen Kampf auf Augenhöhe, mussten sich nach Gewinn von Satz eins schließlich 1:2 geschlagen geben. Brasiliens Hünen Alison zu blocken, sei ein besonders "geiles Gefühl", gestand der erst 21-jährige Seidl. Huber hatte Altmeister Emanuel einst noch als Ballbube die Bälle zugeschupft. "Ihm ins Gesicht zu schlagen, macht aber deutlich mehr Spaß", scherzte der Klagenfurter.

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