Mo, 18. Dezember 2017

"Goldene Krone"

04.08.2011 08:59

Salzburgerinnen retten Italiener mit Luftmatratzen

Die "Goldene Krone" gibt es für zwei Lebensretterinnen im Strandbad Seekirchen in Salzburg - Doris Molle (Bild) und ihre Freundin eilten mit ihren Luftmatratzen zwei Italienern zu Hilfe, die im Wallersee zu ertrinken drohten. Dank ihres Einsatzes konnten die Schwimmer gerettet werden. Für einen 29-jähriger Urlauber aus Münster in Deutschland hingegen kam jede Hilfe zu spät - er ertrank, ebenfalls am Mittwoch, im "Erlebnisbadesee" Uttendorf im Pinzgau.

Das herrliche Wetter, die endlich einmal sommerlichen Temperaturen an der 30-Grad-Grenze – da wollten sich auch der 20-jährige Allessandro und der 21-jährige Francesco aus Italien im gut 20 Grad kalten Wallersee ihre Abkühlung holen. Doch für die beiden Badegäste nahm der Ausflug fast einen tragischen Ausgang.
Am Mittwoch, kurz nach zwölf Uhr, sprangen die beiden Männer in den See, schwammen gut 20 Meter vom Ufer weg. Da erlitt einer der beiden plötzlich einen Schwächeanfall. "Der andere wollte ihn retten. Dabei wäre auch er fast ertrunken", sagte Polizeisprecher Schentz.

"Das hätte schlimmer ausgehen können"
Szenen, die von Doris Molle und ihrer Freundin Martina Hahn beobachtet wurden. "Wir standen am Steg und wollten gerade ins Wasser springen", erinnert sich Doris Molle. "Da hörten wir die Hilfeschreie der Männer!" Die Frauen zögerten keine Sekunde, paddelten mit ihren Luftmatratzen los und holten die Männer damit zurück an den Steg. Dort wurden die Italiener von Manfred Guttenberger und den alarmierten Wasserrettern in Empfang genommen. Erschöpft, aber sonst wohlauf, wurden sie vorsichtshalber ins Spital gebracht. Laut dem behandelnden Arzt sind die beiden wieder wohlauf.

"Wären die Helfer nicht gewesen, das hätte schlimmer ausgehen können", wissen die Wasserretter Markus Fink und Thomas Riess. Deshalb gab es für den Einsatz die "Goldene Krone".

Mann erst nach zwei Stunden entdeckt
Für einen 29-jähriger Urlauber aus Münster in Deutschland kam dagegen am Mittwoch die Hilfe leider zu spät: Ein Mann hatte gegen 12.20 Uhr beobachtet, wie der Deutsche, der geistig beeinträchtigt war, in der Mitte des "Erlebnisbadesees" Uttendorf plötzlich unterging.

Die Wasserrettung, die von dem Zeugen alarmiert wurde, suchte mit 29 Mann den Natursee - die Wasseroberfläche beträgt 50.000 Quadratmeter - nach dem Vermissten ab. "Die Sicht unter Wasser war schlecht. Taucher haben den Mann gegen 14.20 Uhr auf dem Seegrund im südwestlichen Bereich des Badesees leblos gefunden. Er wurde sofort ans Ufer gebracht und von einem Notarztteam betreut. Es konnte aber nur mehr der Tod festgestellt werden", sagte Polizeisprecher Mario Rieder.

Der Ertrunkene gehörte einer Gruppe geistig beeinträchtigter Menschen aus Deutschland an, die in Neukirchen am Großvenediger auf Urlaub weilen und am Mittwoch einen Badeausflug nach Uttendorf gemacht hatten. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes kümmerte sich um die geschockten Betreuer des Mannes.

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