Do, 24. Mai 2018

Nach Kitzbühel-Out

02.08.2011 17:00

Muster denkt schon an das endgültige Karriereende

Kinder betteln um Autogramme, Erwachsene fotografieren ihn, bei seiner Agentur in Graz stapelt sich die Fanpost. Der Hype um Tennis-Legende Thomas Muster lässt nicht nach. Dennoch dachte der 43-Jährige nach dem Erstrunden-Aus in Kitzbühel bereits über das Ende seiner zweiten Karriere nach – und die Vorfreude auf das erste Glas Wein steigt.

Mit dem Rauchen hat er aufgehört, seit einem Jahr trinkt er keinen Schluck Alkohol. Spielerisch stärker als in der Wiener Stadthalle bei seiner ATP-Rückkehr im letzten Herbst, fit wie ein Turnschuh – so präsentierte sich Thomas Muster bei seinem "Centercourt-Comeback" in Kitzbühel. Der 43-Jährige begeisterte die 4.000 Zuseher auf allen Linien, nicht einmal das klare 3:6, 0:6 gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber konnte den Trubel um seine Person schmälern.

13 Jahre nach seinem letzten Auftritt auf dem Centercourt im "Paris der Alpen" versteht es Muster noch immer, die Fans in seinen Bann zu ziehen. "Die Emotionen, die ich erleben darf, sind einfach wunderschön", sinnierte der Paris-Champion von 1995: "Die Leute respektieren mich, ich kann mich dafür nur bedanken."

Nach Kitzbühel kommt Muster nicht mehr
Nach seiner zehnten Erstrunden-Niederlage in dieser Saison denkt er allerdings bereits über das Ende der zweiten Karriere nach. Sein Comeback war bis zum 45. Geburtstag ausgelegt, nun ließ Tom anklingen, dass er 2012 nicht mehr so intensiv spielen will. "Kitzbühel wird mich im Hauptbewerb wohl nicht mehr als Einzelspieler sehen", verrät die ehemalige Nummer eins der Welt: "Im nächsten Jahr soll jemand anderer diese Wildcard bekommen!"

Großes Finale in der Wiener Stadthalle
Muster gibt ehrlich zu: "Man darf gewisse Dinge nicht bis zum Ende ausreizen und auslutschen." Sein letztes großes Match in Österreich wird Muster also heuer im Oktober in der Wiener Stadthalle absolvieren, danach will sich der Steirer auf kleinere Challenges konzentrieren. "Auf dieser Ebene von Platz 70 aufwärts ist es in den letzten Partien immer relativ offen gewesen", erklärt der 43-Jährige, "bei Turnieren wie in Kitzbühel gibt es für mich allerdings nichts zu holen. Ich bin Realist und kein Fantast." Scherzender Nachsatz: "Vielleicht komme ich in ein paar Jahren wieder nach Kitzbühel zurück, wenn meine Tochter Maxim im Ladies-Cup aufschlägt."

Eine Trainerkarriere kann er sich nicht vorstellen, "weil wieder viele Reisen anstehen würden, da bist du an die 40 Wochen im Jahr unterwegs – da könnte ich ja gleich weiterspielen".

Heimlich freut er sich auf das erste Glas Weißwein. "Nach dem letzten Match hol ich mir eine Flasche aus dem Keller. Das wird auch Zeit, sonst wird mein Wein vielleicht schlecht."

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