Sa, 24. Februar 2018

Remis mit 2 Siegern

01.08.2011 12:07

Rapid und Ried mit 0:0 im Hanappi-Stadion zufrieden

Auch wenn Rapid am Sonntag gegen die SV Ried erstmals in dieser Saison Punkte abgeben musste - Coach Peter Schöttel war nach dem 0:0 im Heimspiel der dritten Runde mit sich und der Welt im Reinen. "Es soll nichts Schlimmeres passieren", meinte Schöttel, der sich über eine neuerliche Steigerung seines Teams freute. Auch sein Pendant Paul Gludovatz sah nach dem Unentschieden vor allem die positiven Seiten.

"Mit dem Abwiegen von Glück und Pech hab' ich aufgehört, sonst könnte ich sagen, wir hätten nach diesen Spielen schon drei oder sogar fünf Punkte haben können", meinte Gludovatz in Anspielung auf den teils unglücklichen Spielverlauf in den vorangegangenen Partien. Sein Spieler Anel Hadzic gab sich optimistisch: "Wir werden schon noch punkten, ich mache mir keine Sorgen."

Auch Schöttel nahm den Punkteverlust gelassen - schließlich steht man nach wie vor an der Ligaspitze. "Ich bin natürlich zufrieden, dass wir ganz oben in der Tabelle sind. Die vergangenen Monate waren schließlich für keinen im Verein leicht", sagte Schöttel.

"Werden von Spiel zu Spiel besser"
"Wir waren die überlegene Mannschaft. Es hat nicht sein wollen, aber es soll nichts Schlimmeres passieren als ein 0:0 gegen Ried", resümierte der ehemalige Rapid-Kapitän. "Mit der Leistung bin ich nicht unzufrieden. Wir werden von Spiel zu Spiel besser. Wir sind am Beginn und entwickeln uns in kleinen Schritten weiter. Ried hat heute besser gespielt, als es die Tabelle aussagt."

"Wir waren in den ersten Minuten sehr aktiv, haben es aber nicht so wie in unseren ersten beiden Spielen geschafft, aus unseren schönen Torchancen Treffer zu erzielen", meinte Schöttel, verwies aber auf die gute Defensivarbeit: "Als Basis muss hinten die Null stehen und das haben wir bis jetzt ganz gut hingekriegt. Ich bin froh, dass wir so stabil in der Defensive sind."

Leise Kritik an Nuhiu
Dass die Stürmer Hamdi Salihi und Atdhe Nuhiu, der mehrere gute Chancen ungenützt ließ und erstmals in dieser Saison nicht traf, gegen Ried ineffektiv blieben und schließlich kein einziges Tor gelang, sorgte beim Trainer aber doch für leichte Verwunderung: "Nuhiu hat heute nicht so glücklich agiert wie in den beiden Spielen zuvor. Wir haben gewusst, dass bei Ried nach der Europa League irgendwann die Kräfte zu Ende gehen."

Der Austausch von Kapitän Steffen Hofmann, der auf seiner neuen Position im zentralen Mittelfeld noch nicht sein volles Potenzial ausschöpft, in der 79. Minute für Neuverpflichtung Thomas Prager sei keine große Sache: "Wir haben ausgemacht, dass er nach 80 Minuten geht und ich habe ja eine gute Alternative mit Prager. Er kennt seinen Körper am besten, er hat gemerkt, dass er sich schwertut", erklärte Schöttel.

Auch Gludovatz mit Punkt zufrieden
Durchaus zufrieden kommentierte auch Gludovatz die Partie. "Wir sind mit breiter Brust hergekommen, haben unsere Körpersprache auf das 2:0 gegen Bröndby ausgerichtet", führte er den psychologischen Vorteil ins Treffen. Und der sei auch sehr wichtig gewesen. "Physisch sind wir nach dem Europa-League-Spiel halbwegs drübergekommen. Ein X im Sankt Hanappi ist okay", meinte der Burgenländer.

Rapid sei angesichts der Europa-League-Auftritte der richtige Gegner gewesen. "Es war wesentlich leichter, als gegen einen scheinbar schlagbaren Gegner zu Hause zu spielen. Deswegen waren wir gedanklich absolut fokussiert", befand der 65-Jährige, der freilich nicht verhindern konnte, dass Ried auch im 29. Meisterschaftsmatch im Hanappi-Stadion (8 Remis, 21 Niederlagen) sieglos blieb.

Gludovatz beklagt sich über vollen Terminkalender
"Gut, dass wir trotz dieser schwierigen Situation mit wenig Regeneration diese läuferische Leistung abrufen konnten", sagte Gludovatz, der diesbezüglich auch auf sein "Lieblingsthema" zu sprechen kam: "Wir handeln verantwortungslos, weil der Spieler nicht im Mittelpunkt steht. Wir haben im Sommer und im Winter keine Regeneration und Vorbereitung. Wozu spielen wir 36 Runden? Warum wird das nicht diskutiert?", raunzte der langjährige ÖFB-Nachwuchscoach.

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