Di, 21. November 2017

Maggies Kolumne

29.07.2011 14:34

Rollendes Tierleid

Wer sich mit Tiertransporten beschäftigt, bekommt Bilder zu sehen, die gruseliger und abscheulicher sind als jeder Psychothriller. Seit Jahren kämpfe ich und zahlreiche Tierschutzorganisationen gegen dieses grausame Tierleid an. Ja, es hat sich etwas getan, die Politik hat reagiert. Aber leider nur auf dem Papier. Denn die Kontrollen sind nach wie vor dürftig. Selbst wenn Mängel entdeckt werden, wird in den seltensten Fällen gehandelt.

Nach wie vor werden täglich tausende Rinder, Schafe oder Schweine quer durch Europa bis in den Nahen Osten gekarrt. Viele überleben die Tortur nicht. Sterben an Erschöpfung. Weil die LKW’s zu dicht beladen sind, kommen die Tiere nicht an die Tränken. Sie schlecken, wahnsinnig vor Durst, an den Metallstäben. Fressen vor Hunger den eigenen Kot. Jene Kreaturen die aus Erschöpfung zu Boden gehen, werden von den eigenen Artgenossen zu Tode getrampelt. Gebrochene Beine, aufgeschlitzte Bäuche (von den Hörnern der Leidensgenossen) sind keine Seltenheit, sondern Normalität.

Ich frage mich, wann dieser Wahnsinn endlich ein Ende findet! Wie lange können Politiker diesem Leid noch tatenlos zusehen? Warum werden Schlachttiere noch immer lebend transportiert? Die Tierschutzorganisation „Animal welfare“ hat an der Bulgarisch-Türkischen Grenze solche Transporte unter die Lupe genommen. Die schockierenden Bilder findest du auf unserer Facebook-Seite.

Ich bitte dich, sie dir anzusehen, auch wenn es schwer fällt. Aber wegschauen hilft nicht! Schickt mir auch Protestmails und Briefe dazu. Nur wenn wir gemeinsam die Politik auffordern, dieses Leid endlich zu beenden, können wir erfolgreich sein. Stoppen wir gemeinsam das rollende Tierleid auf Europas Straßen!

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