Fr, 17. November 2017

Mordversuch?

29.07.2011 11:51

Vorfall auf Rax: Frau bleibt bei Aussage, U-Haft für Ehemann

Den eventuellen Mordversuch auf der Rax in Niederösterreich am Dienstagnachmittag müssen nun die Gutachter klären. Über den 60-jährigen Ehemann der schwer verletzten Frau, die bei ihrer Aussage bleibt, dass ihr Mann versucht habe, sie zu töten, wurde am Freitagvormittag die Untersuchungshaft verhängt, so Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Er befindet sich in der Justizanstalt Wiener Neustadt.

Die am Kopf schwer verletzte 49-Jährige wurde noch am Donnerstagabend nach der Aufwachphase aus dem künstlichen Tiefschlaf von den Ermittlern befragt. Ihre Anschuldigungen gegenüber ihrem Ehemann hielt sie aufrecht. Der 60-Jährige, der anfangs davon sprach, dass seine Frau gestürzt sei, gab hingegen bei der Einvernahme an, sich an nichts mehr erinnern zu können.

Für die Polizei sind die Erhebungen abgeschlossen. Auch der Wanderer, der die Frau und ihren Ehemann gefunden und Hilfe gerufen hatte, wurde mittlerweile befragt. Es habe sich aber bestätigt, dass der Mann vom Vorfall selbst nichts mitbekam. Direkte Zeugen des Geschehens gebe es daher nicht, so ein Ermittler.

Mysteriöser Zwischenfall am Dienstag

Ereignet hatte sich der mysteriöse Zwischenfall am Dienstag: Die Bergrettung Reichenau war von dem Wanderer alarmiert worden, der die Frau mit blutenden Wunden am Kopf am Boden auf 1.600 Metern Seehöhe entdeckt hatte. Die 49-Jährige aus dem Bezirk St. Pölten wurde schließlich geborgen und schwer verletzt vom Raxplateau ins Landesklinikum Wiener Neustadt gebracht.

Der 60-Jährige - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - erklärte die Verletzungen seiner Frau bei seiner ersten Einvernahme am Mittwoch mit einem Unfall. "Ich glaub', die Andrea ist gestürzt, kann mich aber an nichts erinnern", rechtfertigte er sich. Direkt nach der Einlieferung ins Spital hatte die 49-Jährige den Ärzten aber offenbar etwas von einem Streit und einem Mordversuch erzählt. Ihr Mann habe mit einem Stein auf sie eingeschlagen, nur der zufällig vorbeikommende Wanderer habe ihren Tod verhindert.

Nun müssen Sachverständige Licht in die Geschehnisse bei der Wanderung auf dem Raxplateau bringen. Die Gutachten von Gerichtsmediziner, DNA-Experten und Psychologen werden laut Anklagebehörde aber erst in mehreren Wochen erwartet.

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