Sa, 16. Dezember 2017

Duo aufgeflogen

28.07.2011 09:06

Sbg: EKZ-Tiefgarage diente jahrelang als Drogenlager

Der Salzburger Polizei ist nun ein Schlag gegen die Suchtgiftszene im Pongau gelungen: Beamte nahmen in St. Johann zwei Brüder aus dem Kosovo fest, die seit 2006 kiloweise mit Heroin und Kokain dealten. Die beiden versteckten ihre Ware in der Tiefgarage eines Einkaufszentrums (siehe Bild). Dort konnten noch 1,5 Kilo Drogen im Wert von 150.000 Euro sichergestellt werden.

Die 32 und 30 Jahre alten Brüder hatten sich zuerst als Schlepper verdient. Anfangs dealten sie nur nebenbei. Als der Schlepperring, zu dem sie gehörten, aufflog, wurden die Drogen zu ihrer Haupteinnahmequelle. Der 32-Jährige soll mehrmals in den Kosovo gefahren sein und kiloweise Heroin nach St. Johann gebracht haben. Kokain besorgte er in Holland. Die Brüder verkauften ihre Ware an Abnehmer aus dem Pongau sowie aus Osttirol.

Die Übergabe fand jeweils in der Tiefgarage des Einkaufszentrums "Stadtgalerie" statt. Denn dort hatten die beiden die Drogen in insgesamt 14 Nischen und Lüftungsschächten gut versteckt. "Die waren schon für den Verkauf in verschiedenen Größen portioniert und abgepackt", weiß Ermittler Christian Voggenberger (im Bild mit den sichergestellten Drogen).

Heroin und Kokain im Wert von 150.000 Euro
In der Parkgarage selbst fiel niemandem etwas auf. Die Brüder dürften sehr vorsichtig gewesen sein. Als der 30-Jährige aber Ende März einem Abnehmer ein Päckchen überreichte, wurde er auf frischer Tat ertappt. "Seinen Bruder konnten wir mit DNA-Spuren auf den Verpackungen überführen", so Voggenberger.

Die Polizei durchkämmte damals die ganze Tiefgarage und stellte insgesamt 1,5 Kilo Heroin und Kokain im Wert von 150.000 Euro sicher. "In den Wohnungen der Kosovaren fanden wir gar nichts. Die haben die Drogen extra woanders gelagert, damit wir ihnen nichts nachweisen können", sagt Voggenberger.

Der Drogenhandel konnte den Brüdern trotzdem nachgewiesen werden. Sie dürften gut verdient haben, fuhren mit Audi und BMW herum und verzockten viel Bares in Spielhallen. Damit ist jetzt allerdings Schluss - sie sitzen hinter Gittern.

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