Mi, 22. November 2017

LiLo muss auf Couch

22.07.2011 13:45

Mit Louboutins im Gerichtssaal, aber zu arm für Therapie

Zu arm für die Therapie? Das war das Argument, das Lindsay Lohan vor Gericht vorbrachte, als sie von der Richterin Stephanie Sauter aufgefordert wurde, innerhalb von drei Wochen die Behandlungen zu beginnen. Detail am Rande: Das offenbar so arme Starlet stöckelte mit sündhaft teuren Schuhen der Marke Louboutin zur Anhörung in den Gerichtssaal in Los Angeles, wie in der Liveübertragung auf dem Promiklatschportal "TMZ" zu sehen war.

Die Einzeltherapie ist eine von zahlreichen Bewährungsauflagen, an die sich Lohan nach einer Verurteilung wegen Ladendiebstahls und nach Missachtung früherer Bewährungsauflagen halten muss. Begonnen habe Lohan diese aufgrund von "finanziellen Belangen" aber noch nicht, wie ihre Anwältin mitteilte. Eine günstigere Alternative für ihre Mandantin wäre eine Gruppentherapie.

Doch das vorgebrachte Argument stieß bei Sauter auf Unverständnis. "Ich will keine Gruppentherapie für sie, ich will eine Einzelberatung. Sie muss mit einer Therapie beginnen, ich gebe ihr 21 Tage. Wenn sie die Mittel nicht hat, um dafür zu bezahlen, muss sie jemanden finden, der ihr da raushilft", so Sauter. Sie werde sicher jemanden mit einer Kreditkarte kennen, fügte die Richterin verärgert hinzu.

"Wenn ich keinen Beweis innerhalb von 21 Tagen habe, werde ich die Bewährung widerrufen und eine offizielle Anhörung ansetzen." Ausreden werde sie nicht gelten lassen, warnte sie die 25-Jährige zudem. "Und ich will nicht hören: 'Oh, ich konnte es nicht machen, weil ich an dem Set des John-Gotti-Films war.'"

Zwar hatte Lohan von Mai bis Juni die 35 Tage Hausarrest abgesessen, doch Sauter musste sie ermahnen, auch ihren Verpflichtungen beim Ableisten von Sozialdiensten nachzukommen. In den letzten zwei Monaten habe sie erst vier der vorgeschriebenen 60 Tage absolviert, rechnete die Richterin vor. Auch hier werde sie keine Entschuldigungen dulden. Lohan muss Sozialdienst in einer Notunterkunft für Frauen und in einem Leichenschauhaus leisten.

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