Do, 23. November 2017

Erdboden gab nach

21.07.2011 12:25

Frau findet nach „Explosion“ 12-m-Loch unterm Bett

Vor einer vermeintlichen Explosion flüchtete Inocenta Hernandez am Dienstag aus ihrem Haus in Guatemala City. Doch es gab keinen Unfall, keine Gasverpuffung oder Ähnliches. Stattdessen hatte sich in ihrem Schlafzimmer, direkt unterm Bett, ein 90 Zentimeter breites und zwölf Meter tiefes Loch gebildet.

Das Phänomen nennt sich "Pseudokarst" und hat in Guatemala schon öfter zu derartigen Ereignissen geführt. 2010 verschlang ein riesiges Loch mitten in der Stadt gar ein Wohnhaus und eine komplette Straßenkreuzung (siehe Bilder).

Auf den ersten Blick handelt es sich bei den Löchern scheinbar um sogenannte Dolinen, geologische Formen, die in Kalksteinlandschaften durch Erosion entstehen. Der Boden unter Frau Hernandez' Schlafzimmerfliesen und der durch lecke Abwasserleitungen aufgeweichten Ziegel-Grundfeste besteht allerdings nicht aus Kalkstein, sondern weichem Vulkangestein, auf dem Guatemala-Stadt errichtet wurde.

Auf Sand gebaut
Aufgrund des schlechten, weil undichten Kanalisationssystems der Stadt sowie Unterspülungen durch den tropischen Regen werden feine Schichten ausgewaschen und Hohlräume entstehen, deren Decken irgendwann einmal zusammenbrechen - nicht unbedingt davon abhängig, was auf dem Bett der Hernandez passiert oder auch nicht - und relativ formschöne "Bohrlöcher" entstehen lassen.

Nach einer Überprüfung durch den örtlichen Wasserversorger wird Familie Hernandez das Loch wahrscheinlich mit Beton auffüllen.

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