Mo, 23. Oktober 2017

11.500 Stellen

19.07.2011 14:28

Cisco streicht 15 Prozent seiner Arbeitsplätze

Der strauchelnde Technologiekonzern Cisco will mit einem großangelegten Stellenabbau wieder auf die Beine kommen. Insgesamt sollen 11.500 Stellen oder 15 Prozent der Belegschaft gestrichen werden, kündigte der weltgrößte Netzwerkausrüster am Montagabend an. Das ist mehr als Experten erwartet haben. Bereits im April hatte Firmen-Chef John Chambers eingeräumt, dass sich Cisco auf einem Irrweg befindet und ein Sparpaket über eine Milliarde Dollar angekündigt.

Rund 5.000 der vom Stellenabbau Betroffenen werden nicht arbeitslos, sondern erhalten einen Vertrag beim Auftragsfertiger Hon Hai Precision. Der taiwanische Zulieferer kauft eine Cisco-Fabrik für Digitalempfänger im mexikanischen Juarez. Hon Hai gehört zum chinesischen Apple-Lieferanten Foxconn, der damit auf dem Weg vom Billig-Auftragshersteller zu einem Technologiekonzern mit höheren Gewinnmargen vorankommt. Zu seinen bekanntesten Produkten gehören das iPhone und iPad von Apple. Foxconn arbeitet aber auch für Hewlett Packard und Dell.

Auch Managementebene von Abbau betroffen
2.100 weitere Stellen will Cisco über frühzeitige Pensionierungen abschmelzen. Auch die höheren Managementebenen seien von dem Arbeitsplatzabbau betroffen, teilte der Konzern mit. Durch die Restrukturierung fallen demnach Kosten von 1,3 Milliarden Dollar (926 Millionen Euro) vor Steuern an. Etwa die Hälfte würde im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 verbucht, erklärte das Unternehmen.

Rund 60 Cisco-Mitarbeiter in Österreich
Anfang August soll bekanntgeben werden, wer in den USA und Kanada seinen Job verliert. Die Beschäftigten in anderen Ländern müssen auf diese Information länger warten. In Deutschland arbeiten rund 850 Menschen für den Konzern, in den beiden österreichischen Standorten Wien und Salzburg sind es insgesamt rund 60. Weltweit waren es per Ende April 73.408.

Cisco war einst Vorreiter in der Technologie-Branche, verlor zuletzt aber immer mehr den Anschluss. Deshalb arbeitet Konzern-Chef Chambers seit einiger Zeit massiv an einer Kehrtwende. So sollen rund 90 Prozent der Fertigung ausgelagert werden.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).