Mo, 20. November 2017

„Wertloser“ Hund

12.08.2011 14:40

Versicherung wollte nicht zahlen und empfahl Tötung

Im Juni des Vorjahres wurde Hündin "Lizzy" von einem Pitbull-Rüden attackiert. Als die Besitzerin des verletzten Tieres die Tierarztkosten geltend machen wollte, erhielt sie von der Versicherung ein mehr als absurdes Schreiben. Lizzys Zeitwert wäre zu gering, um den "Reparaturaufwand" zu rechtfertigen. Der eiskalte Ratschlag deshalb: einschläfern oder erschießen!
Sprichst du von Reparaturkosten, wenn du mit deinem Vierbeiner zum Tierarzt gehst? Höchstwahrscheinlich nicht - aber die Basler Versicherung tut es. Zum Hergang: Im Sommer 2010 war Veronika Seckl aus Wels (OÖ) mit ihren beiden Mischlingshunden spazieren. Plötzlich stürmte ein Pitbull auf sie zu und verbiss sich im Hals ihrer Hündin Lizzy.

In der Tierklinik Wels wurden die Bisswunden von Lizzy genäht. Kostenpunkt an die 900 Euro, die die Haftpflichtversicherung des Kampfhunde-Besitzers zahlen sollte. Da sich die Wunde entzündete, musste Lizzy wieder in die Klinik - doch diese Behandlung erschien der Versicherung als "untunlich"! In einem Schreiben wurde Frau Seckl mitgeteilt, dass ein Hund wie Lizzy in der Neuanschaffung keine 300 Euro wert sei...

Veronika Seckl empört: "Unglaublich, auf welche Art und Weise versucht wird, Schadenszahlungen zu entgehen, und man nicht einmal davor zurückschreckt, Tiere mit Autos gleichzustellen." Mittlerweile hat die Basler Versicherung ein Entschuldigungsschreiben geschickt - und die "wertlose" Lizzy ist wieder völlig gesund.

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