So, 19. November 2017

Maggies Kolumne

15.07.2011 14:59

Hitzetod im Auto

7500 Euro Strafe drohen einer Wienerin wegen Tierquälerei. Viel Geld, aber absolut nichts im Vergleich gegen die Qualen die ihre Hunde in ihren letzten Lebensstunden ertragen mussten. Stundenlang kämpften die Vierbeiner gegen den Tod – der kam langsam, grausam, qualvoll. Die Tiere waren bei Außentemperaturen von über 30 Grad im parkenden Auto eingesperrt!

Um 9.45 Uhr ließ die furchtbare Person ihre drei Hunde - am Parkplatz des Wiener Otto Wagner Spitals im Fahrzeug zurück. Gegen 13 Uhr entdeckte ein Angestellter die armen Tiere. Er alarmierte Pannenhilfe, Tierrettung und Polizei. Angeblich sollen zwei Hunde zu diesem Zeitpunkt bereits tot gewesen sein. „Trotz aller Bemühungen konnten die Einsatzkräfte den Kofferraum des PKW nicht öffnen“ war in einer Aussendung zu lesen. Wie bitte? Warum wird hier mühevoll versucht den PKW zu öffnen? Warum haben die Einsatzkräfte nicht sofort eine Scheibe eingeschlagen, um zumindest den noch lebenden Hund zu retten? Niemand hat mit einer Strafe zu rechnen, wenn er eine Scheibe zerstört um ein Leben zu retten! Selbstverständlich nur dann, wenn Gefahr in Verzug ist. Aber, sind zwei tote Hunde in einem Auto nicht genug Anzeichen? Letztendlich starb deswegen auch der dritte Hund!

Lassen Sie Ihren Hund im Sommer niemals, auch nicht für ein paar Minuten im Auto. Bei Temperaturen um die 30 Grad gleicht der Innenraum innerhalb weniger Minuten einem Backofen. Selbst ein im Schatten geparktes Fahrzeug kann zur Todesfalle werden. Denn, die Sonne wandert und so das Auto ist wieder der prallen Sonne ausgesetzt. Sollten Sie einen kollabierenden Hund in einem parkenden PKW entdecken, kontaktieren Sie bitte die Polizei. Falls nötig handeln Sie mit Hilfe eines Zeugen selbst...

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