Mo, 11. Dezember 2017

Zerstückelte Leiche

14.07.2011 18:48

Tätowierer in Berlin ermordet: Hells Angels im Visier

Nach dem grausigen Fund des abgetrennten Kopfes in einer Mülltüte an einem See in Berlin steht nun fest: Der ermordete und zerstückelte Salzburger Tätowierer Raoul Sch. wurde von seinem noch unbekannten Killer erschlagen. Nun wird die ansässige Motorradszene genau unter die Lupe genommen - denn die Fundorte der Leichenteile (siehe Grafik) bringen die berüchtigten Hells Angels ins Visier der deutschen Ermittler.

Auch wenn das Opfer laut Familie und Freunden nichts mit der Szene zu tun hatte, haben die deutschen Ermittler nun die Biker ins Visier genommen. Grund: Nur unweit jener Stellen, wo man Torso-Teile und Gliedmaßen des Toten aus der Spree fischte, befindet sich eine unter den Hells Angels beliebte Disco. Und nur rund 300 Meter vom Fundort des abgetrennten Kopfes steht das Klubhaus einer Gruppe der Biker. Für Kriminalisten zu viele Zufälle – auch wenn man noch keinen Tatverdacht und auch keine Beweise vorlegen kann.

31-Jähriger wurde erschlagen
Drogenschulden, Eifersucht, Rache – der erschütternde Mord an dem 31-jährigen Tätowierer aus Hallein lässt auf alle Fälle viel Raum für Spekulationen. Fest steht nach der Autopsie bislang nur: Raoul Sch. wurde von seinem Killer erschlagen. Die Erhebungen laufen allerdings auch nach dieser Erkenntnis in alle Richtungen weiter. Unter die Lupe genommen werden das berufliche und das private Umfeld des Mannes. Jeder, der mit Sch. zuletzt Kontakt hatte, wird nun von der Polizei befragt. Details gibt die Exekutive aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preis.

Tätowierer war nicht amtsbekannt
Informationen aus der Heimat zu dem mysteriösen Mord gibt es bisher nicht: "Bis dato sind keine Hinweise aus Österreich eingegangen", erklärte Silvia Strasser, Sprecherin des Bundeskriminalamtes in Wien am Donnerstag. Beim Landeskriminalamt Salzburg herrscht ebenfalls Funkstille. Der Grund dürfte darin liegen, dass Sch. seit einigen Jahren nicht mehr in Hallein wohnte und "keinen Salzburg-Bezug mehr hatte", sagte ein Kriminalist. Amtsbekannt war der 31-Jährige nicht: Sowohl in Deutschland als auch in Österreich wurden ihm keine strafrechtlichen Vergehen angelastet.

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