Sa, 18. November 2017

Nachbarn bedroht

14.07.2011 09:31

„Gummistiefel-Bombe“ löste Cobra-Einsatz aus

Ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit ist im Innviertel eskaliert und hat einen Cobra-Einsatz ausgelöst. Nun sitzt - bis auf die Großmutter - eine ganze Familie in Haft oder muss in der Psychiatrie betreut werden. Eine mit Benzin gefüllte "Gummistiefel-Bombe" hatte in der Sommerhitze das Fass zum Überlaufen gebracht...

Kürzlich war ein Aspacher (71) angezeigt worden, weil er die Nachbarn mit einer Bombe bedroht haben und mit Schaufel und Gartenschere bewaffnet herumgeschlichen sein soll. Jetzt soll er Gurkengläser und einen Gummistiefel mit Sprit gefüllt und unters Fenster der verhassten Nachbarn gestellt haben: Daraufhin wurde der Verdächtige in die Psychiatrie eingeliefert.

Als sein 49-jähriger Stiefsohn das erfuhr, soll er Mittwochnacht ebenfalls die Nachbarn bedroht und sich samt Gattin und den beiden Kindern (15, 10) im Haus verschanzt haben. Weil vier Mischlingshunde da waren, kam die Cobra, um einen Haftbefehl durchzusetzen. Die Hunde blieben brav, der Innviertler wehrte sich, kam aber in Haft. Seine Familie ist - bis auf seine Mutter - inzwischen auch in psychiatrischer Betreuung.

Vernachlässigte Tiere gerettet
Durch den Einsatz wurde man indes auch auf Dutzende Tiere am Hof aufmerksam, die laut Tierheim "Pfotenhilfe" durchwegs in einem schlechten Ernährungszustand gewesen seien. Der Mann habe die Tiere unsachgemäß gehalten, bestätigte auch ein Polizist. Fünf Hunde, 15 Hasen, vier Enten, fünf Gänse, 20 Hühner, drei Truthähne, sieben Ziegen, 27 Schafe, zwei Katzen und ein Wellensittich seien nun im Tierheim, so der Beamte.

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