So, 19. November 2017

Drama in St. Pölten

09.07.2011 18:58

Erst starb Julians Mutter, dann tötete den Buben ein Zug

Diese Familie aus St. Pölten wird vom Schicksal besonders gebeutelt: Nach der Scheidung starb die Mutter des achtjährigen Julian an einem Gehirnschlag. So kehrte der Halbwaise in die Obhut seines Vaters zurück. Bis auch der Bub einen viel zu frühen Tod fand: Der Achtjährige wurde vom Zug überfahren und auf der Stelle getötet.

Als sich die Eltern Julians trennten, erhielt seine Mutter in Gars am Kamp das Sorgerecht. Bis sie völlig unvermutet starb. Gehirnschlag. "Der geschockte Bub verbrachte den Sommer auf dem Land bei seinen Großeltern, spielte auf dem Hof mit den Tieren, erholte sich langsam", so ein Freund der Familie. Dort auf den Feldern und Wiesen fühlte Julian sich seiner Mutter nah und in seinen endlosen Trauer aufgehoben. Doch auch diese Momente der Geborgenheit sollten nicht von langer Dauer sein.

Wegen Straßenlärm Zug nicht gehört?
Zunächst schien es noch, als könnte die Zeit die Wunden des Buben heilen. Bis sich der Achtjährige vergangenen Dienstag in St. Pölten auf den Heimweg vom Hort machte. Der Achtjährige stieg an der falschen Haltestelle aus dem Bus aus, querte bei Grün den Zebrastreifen. Dann der verhängnisvolle Schritt auf die Gleise. "Im Straßenlärm dürfte der Bub den heranbrausenden Zug überhört haben", sagt sein Pfarrer Engelbert Schoder.

Julian ist jetzt im Himmel mit seiner Mutter vereint. "Uns bleibt nur, die Hinterbliebenen in ihrem großen Schmerz zu trösten."

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