Di, 16. Jänner 2018

Affe als Fotograf

07.07.2011 17:30

Makake schießt mit geklauter Kamera witzige Bilder

Als der englische Naturfotograf David J. Slater während eines Aufenthaltes in einem kleinen Nationalpark auf der zu Indonesien gehörenden Insel Sulawesi seine teure Digital-Kamera für einen Moment unbeobachtet ließ, wurde ihm diese von einem frechen Affen geklaut. Was dann folgte, war eine wilde Fotosession, bei der ein Schopfmakake Hunderte Aufnahmen machte, von denen zwar die meisten unbrauchbar waren, manche aber echt witzig.

Irgendwie dürfte dem Tier gefallen haben, wie die Kamera vor dem Auslösen piepst, und es betätigte immer und immer wieder den Auslöser. Offenbar fasziniert von seinem Spiegelbild in der Linse des Objektives machte der Makake (rechtes Bild) lustige Grimassen und verewigte sich auf dem Speicherchip. Binnen weniger Minuten lichtete er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Artgenossen und zufällig sogar Slater selbst (links) ab.

"Die meisten Aufnahmen sind völlig verschwommen", sagte der 46-jährige Fotograf der englischen Tageszeitung "The Sun". Dass die Makaken auf vielen der Aufnahmen lustige Grimassen machen, erklärt er sich damit, dass die Tiere "sich wahrscheinlich im Objektiv gespiegelt und zum ersten Mal selbst gesehen haben".

Zum Glück für den mehrfach preisgekrönten Fotografen verlor der freche Makake schon bald das Interesse an seinem neuen, digitalen Spielzeug, sodass Slater wieder in den Besitz seiner Kamera und damit auch zu den auf dem Chip befindlichen, einzigartigen Bildern gelangen konnte.

Wiener Orang-Utan-Dame knipst für Facebook
Der Schopfmakake ist allerdings nicht der erste und einzige Affen-Fotograf. Nonja, eine malende, inzwischen 35-jährige Orang-Utan-Dame aus dem Wiener Tiergarten, fotografiert bereits seit 2009 mit einer Digitalkamera (Bericht in der Infobox). Sie ist der weltweit erste Primat, für den auf Facebook ein Benutzerkonto eingerichtet worden ist, auf dem die Fotos gepostet werden.

Fotos: Caters News Agency/David Slater

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