Sa, 25. November 2017

Verwaltungsreform

06.07.2011 09:29

Kleinstschulen im Land ob der Enns vorm Zusperren

Noch vor Jahresende soll die Verwaltungsreform in Oberösterreich durchgezogen sein - bisher hat man für die kommenden sechs Jahre ein Einsparpotenzial von 303 Millionen Euro geortet. Ein großer Brocken ist die Bildung. Allein durch die Neustrukturierung der Schulstandorte - Schließung von Kleinstschulen, Zusammenlegungen von Doppeldirektionen - will man 17,5 Millionen Euro einsparen.

In 113 Volksschulen im Land ob der Enns sind weniger als 50 Schüler zu finden. In einem ersten Anlauf sollen jetzt alle Schulen, in denen weniger als 20 Kinder unterrichtet werden, geschlossen werden. "Es sei denn, es gibt aus geografischen Gründen keine Alternative", erklärt Landeshauptmann Josef Pühringer. Dort, wo es zwei Hauptschulen an einem Standort, aber weniger als 20 Klassen gibt, sollen diese zu einer Schule mit einem Direktor vereint werden.

Auch im Kindergarten Umstrukturierungen
Auch schon im Kindergarten soll es Umstrukturierungen geben, die unter das Thema "Bildung und Gesellschaft" mit einem Sechs-Jahres-Sparpotenzial von 62,5 Millionen Euro fallen. Da kann es sein, dass sich zwei Gemeinden ausmachen müssen, wer den Kindergarten und wer die Schule hat. Oder dass zwei Kindergärten, die unter verschiedenen Trägern laufen, fusioniert werden. "Andererseits müssen wir die Betreuung von Unter-Dreijährigen fördern, also wird es für alle genug zu tun geben", will der Landeshauptmann Ängste abbauen, dass Jobs verloren gehen.

In den land- und forstwirtschaftlichen Schulen wird eine Wochenstunde gestrichen und in Internaten die Sonntags-Anreise abgeschafft. Allein das bringt 2,5 Millionen Euro in sechs Jahren.

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