So, 19. November 2017

„Das Leben ist hart“

04.07.2011 08:32

Neo-Landesrätin Schmidjell im „Krone“-Interview

Ab Mittwoch ist Cornelia Schmidjell neue Landesrätin für Soziales und Spitäler in Salzburg. Ein Gespräch über Vorfreude, Kurzurlaube und Glücksbringer im neuen Job.

"Krone": Ab Mittwoch sitzen Sie für die SPÖ in der Landesregierung. Haben Sie schon Lampenfieber?
Cornelia Schmidjell: Ich habe etwas gemischte Gefühle. Einerseits freue ich mich auf die neue Aufgabe. Aber andererseits bin ich mir auch der Schwierigkeiten in meinen Ressorts bewusst.

"Krone": In der Arbeiterkammer haben Sie sich von den bisherigen Mitarbeitern in der Sozialpolitischen Abteilung schon verabschiedet?
Schmidjell: Ja, und das war für mich sehr berührend. Nach 23 Jahren fiel mir der Abschied schon schwer. Weil ich auch gerne in der AK weitergearbeitet hätte. Das Team dort ist sehr gut, mit jungen Leuten, die gerade neue Projekte ausarbeiten – da hätte ich auch gerne mitgemacht. Aber jetzt habe ich eine neue Aufgabe.

"Krone": Gab's ein Geschenk zum Abschied?
Schmidjell: Ja, die Kollegen haben mir eine schöne Collage geschenkt mit ganz lieben Wünschen.

"Krone": Die bekommt einen Ehrenplatz im neuen Büro?
Schmidjell: Natürlich nehme ich die in mein neues Büro mit.

"Krone": Haben Sie noch andere Glücksbringer, die mit Ihnen übersiedeln?
Schmidjell (schmunzelt): Ja. Auch einen geschliffenen Stein nehme ich mit. Und außerdem eine Grafik, die bisher in meinem Büro in der AK hing. Die heißt übrigens "Das Leben ist hart".

"Krone": Ihr neues Büro am Mozartplatz – kennen Sie das schon?
Schmidjell: Da war ich schon öfters drüben, wenn ich als Expertin zu Gesprächen eingeladen wurde. In den letzten Wochen nahm sich Erika Scharer auch öfter Zeit für Gespräche. So ist eine reibungslose Übergabe des Ressorts gesichert.

"Krone": Gerade im Sozialbereich und in den Spitälern wartet sehr viel Arbeit auf Sie. Haben Sie sich vorm Amtsantritt noch einen kurzen Urlaub gegönnt?
Schmidjell: Ich war mit Freunden für zwei Tage in Siena – das war schon lange geplant. Erholungsphasen sind notwendig. Sonst war ich zwar formal auf Urlaub – aber ich hab mich mit vielen Gesprächen auf das neue Amt vorbereitet.

"Krone": Was wird Ihre erste offizielle Amtshandlung?
Schmidjell: Nach der Angelobung werde ich im Regierungsbüro mit meinem Team die weitere Arbeit planen. Und am Nachmittag ist Sitzung im Landtags-Ausschuss – da möchte ich unbedingt dabei sein, weil mir das parlamentarische Geschehen wichtig ist.

"Krone": Und wie geht es weiter?
Schmidjell: Ziemlich intensiv, das weiß ich schon. Ich werde mich im Amt in den Abteilungen vorstellen, und zwar nicht nur bei den Chefs. Ich will auch die Mitarbeiter kennen lernen und mit ihnen Workshops machen.

"Krone": Das gilt auch für Heime und Spitäler?
Schmidjell: Da mache ich einen Besuchsplan. Ich möchte die Krankenhäuser und Heime persönlich aufsuchen. Weil ich mir so ein wesentlich besseres Bild machen kann. Wie die Einrichtungen arbeiten, was sie brauchen.

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