Di, 17. Oktober 2017

Kind schwer verletzt

04.07.2011 17:48

Dreijährige auf A2 aus fahrendem Auto gefallen

Auf der Südautobahn bei Wiener Neustadt ist am Sonntagnachmittag ein dreijähriges Mädchen aus einem fahrenden Auto gefallen. Es erlitt schwere Verletzungen und wurde vom Notarzthubschrauber "Christophorus 3" ins SMZ Ost nach Wien geflogen. Der Gesundheitszustand des Mädchen ist weiterhin kritisch.

Nach Angaben der Polizei lenkte ein 37-jähriger Mann das Fahrzeug, auf dem Beifahrersitz befand sich seine Frau, auf dem Rücksitz saßen die drei Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren.

Schiebetür des Wagens öffnete sich
Die Kinder dürften nicht entsprechend gesichert gewesen sein. Auf Höhe Wiener Neustadt bemerkte der Vater laut Polizei, dass sich die hintere Schiebetür des Fahrzeugs geöffnet hatte und die dreijährige Tochter aus dem Auto fiel.

Laut Philipp Gutlederer von "144 - Notruf NÖ" seien "zahlreiche Notrufmeldungen von Autofahrern" eingegangen, dass ein Kleinkind auf der Fahrbahn liege. Ein zufällig vorbeikommender Sanitäter habe sich als Ersthelfer betätigt. Auch ein Notarztwagen des Roten Kreuzes Neunkirchen war am Unfallort im Einsatz.

Nach OP in künstlichen Tiefschlaf versetzt
Die Dreijährige schwebt aufgrund der Schwere der Verletzungen weiter in Lebensgefahr. Eine mehrstündige Operation sei aber "zufriedenstellend" verlaufen, teilte der Krankenanstaltenverbund am Montag mit - sie wurde in den künstlichen Tiefschlaf versetzt. Die nächsten Stunden auf der Intensivstation der Kinderklinik werden zeigen, ob das kleine Mädchen den Horrorsturz aus dem Auto überleben wird.

Die A2 war im Abschnitt Knoten Seebenstein - Wiener Neustadt in Fahrtrichtung Wien von 14 bis 14.45 Uhr gesperrt, teilte die ÖAMTC-Informationszentrale mit. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Nach deren Abschluss werde ein Bericht an die Staatsanwaltschaft erstattet, so die Exekutive am Montag. Vermutlich werde der Lenker wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt, hieß es.

Unterlassene Kindersicherung ist häufiges Vormerk-Delikt
Der ÖAMTC wies am Montag darauf hin, dass unterlassene Kindersicherung zu den häufigsten Vormerk-Delikten zähle. "Die richtige Kindersicherung im Fahrzeug muss bei jeder auch noch so kurzen Fahrt oberste Priorität haben", betonte Techniker Peter Kulig. Nach dem Gesetz müssen Kinder bis 14 Jahre und bei einer Größe von unter 1,50 Metern mit einer dem Gewicht und der Größe angepassten Rückhaltevorrichtung gesichert sein, erinnerte der Autofahrerclub. Bei Verstößen drohen in der Regel neben der Eintragung ins Vormerkregister Strafen von 70 bis 100 Euro - theoretisch auch bis zu 5.000 Euro.

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