Di, 21. November 2017

Zwei Hochzeitsküsse

02.07.2011 13:24

„Oui!“ Fürst Albert und Charlene haben endlich geheiratet

Applaus und Erleichterung bei den Monegassen: Fürst Albert II., der ewige Junggeselle, hat mit 53 Jahren endlich "oui" gesagt und seine langjährige Freundin Charlene geheiratet. Die standesamtliche Trauung fand am Freitag im Thronsaal des Fürstenpalastes statt. Ihre Liebe besiegelten die Frischvermählten mit zwei bejubelten Hochzeitsküssen am Palastfenster.

Die bürgerliche Charlene ist nun Fürstin von Monaco. Sie grüßte die Monegassen bei ihrem Auftritt am Fenster des Palastes mit einer schwungvollen Handbewegung, bevor sie den Fürsten zur Freude ihrer Untertanen zum ersten Mal küsste und danach ihren Kopf überglücklich für einen kurzen Moment an seine Schulter legte. Ein Blasorchester stimmte dazu eine eigens für den Anlass komponierte Hymne an. Nach einem weiteren kurzen Kuss verschwand das Paar wieder. Auch Alberts Schwestern Caroline und Stéphanie zeigten sich am Fenster.

Nur wenig später erschien das Fürstenpaar im Hof des Palastes, wo es sich ein weiteres Mal küsste und die Nationalhymne gespielt wurde. Am Abend ging es zu einem traditionellen südafrikanischen Barbecue - dem sogenannten Braai - am Hafen von Monaco, an dem auch Tausende der wohlhabenden ausländischen Einwohner, die in dem Fürstentum leben, teilnahmen. Für den feierlichen Anlass braute die kleine monegassische Brauerei eigens ein pinkfarbenes Cranberry-Bier. Mit einem Popkonzert und einer beeindruckenden Lichteffekte-Show sorgte der französische Musiker Jean-Michel Jarre für Unterhaltung. "Ich werde immer an diesen Moment denken. Vive Monaco", sagte Charlene auf der Bühne - halb auf Englisch, halb Französisch.

Charlene im türkisen Kleid
Charlene Grimaldi, wie die Südafrikanerin nun heißt, hatte für ihren großen Tag ein bodenlanges türkisfarbenes Kleid von Chanel und eine dazupassende Jacke gewählt. Die Haare waren hinten zusammengenommen. Zarte Perlenohrringe schmückten ihre Ohren. Das Make-up war dezent. Caroline, die ohne ihren Mann Ernst August Prinz von Hannover gesehen wurde, kam in einem königsblauen Kleid. Ihre jüngere Schwester Stéphanie trug ein beigefarbenes Kleid. Stephanie konnte beim Jawort die Tränen nicht unterdrücken. Auch Caroline dürfte gerührt gewesen sein.

Rund 80 Verwandte, Freunde und Würdenträger waren bei der Eheschließung im Palast dabei, der während der Trauung traditionell offenstand. Damit die rund 8.000 Monegassen tatsächlich einen guten Blick auf die Hochzeit ihres Staatschefs hatten, ließ der Hof das Geschehen im Thronsaal auf Großleinwänden in den Stadtstaat übertragen.

Wilde Gerüchte vor der Hochzeit
Die letzten Hochzeitsvorbereitungen in den vergangenen Tagen waren von dem Gerücht begleitet worden, Charlene habe vergangene Woche aus Monaco fliehen und die Trauung absagen wollen, nachdem sie unliebsame "Einzelheiten" aus dem Privatleben ihres Verlobten erfahren habe - die Rede war von einer Geliebten und einem unehelichen Kind. An diesem Gerücht sei nichts dran, betonte Alberts Anwalt erwartungsgemäß und sprach von einer Schmutzkampagne, die das Ansehen des Fürsten und seiner Frau beschädigen sollten.

Tatsächlich steht der Staatschef zu zwei unehelichen Kindern, die er mit einer früheren Kellnerin aus den USA und einer ehemaligen französischen Flugbegleiterin hat. Die 19-jährige Tochter und der siebenjährige Sohn haben keinen Anspruch auf den Thron.

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