Do, 23. November 2017

Wahlen in St. Pölten

30.06.2011 17:22

Gemeinderat bot zum Finale vor der Wahl Trauerspiel

Am Sonntag werden in St. Pölten die politischen Karten neu gemischt. Zuvor wollte die Opposition im Gemeinderat offene Fragen um Parken im Zentrum sowie die Schaffung eines neuen Stadtteils klären. Doch statt eines ideensprühenden Schlagabtausches zeigten die Parteien ein trauriges Schauspiel um All- und Ohnmacht!

"Da vergeht einem ja die Lust aufs Wählen!" Entsetzt waren Zuhörer, die sich von der letzten Sitzung des Gemeinderates vor dem Urnengang einen Wettstreit der Ideen erwartet hatten. Denn bis die von VP und Grünen aufgeworfenen Zukunftsfragen zur Debatte standen, war es schon 22.20 Uhr.

Zeitschinden offensichtlich oberste Devise
Davor zelebrierten die SP-Redner das Verlesen ellenlanger Resolutionen, schlugen in einem Atemzug den Bogen von der Windkraft zu philosophischen Betrachtungen über den Staat. Zeitschinden war offensichtlich oberste Devise. Die Folge: Die schwarze Fraktion versäumte ihr eigenes Sonnwendfest.

Oppositionswünsche rasch abgeschmettert
Zügig handelte die rote Mehrheit indes die Wunschthemen der Opposition ab. Die Idee, auf dem Areal der Hesserkaserne Platz für innerstädtisches Leben zu bieten, wurde ohne Debatte abgeschmettert – und die Forderung nach einer Hundezone an der Traisen wegen Unzuständigkeit des Gemeinderats gleich von der Tagesordnung gefegt. Die einzige Einigung von SP und VP: Entgegen einem Antrag der Grünen soll der Domplatz weiter nicht autofrei sein.

Jetzt wird noch zwei Tage um Stimmen gebuhlt: Während SP-Chef Stadler getrost auf Hilfe von auswärts verzichten kann, holte sich VP-Kandidat Adl bereits Tipps bei einem echten Wahlkampf-Profi – Landeshauptmann Erwin Pröll.

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