Do, 14. Dezember 2017

Auf Intensivstation

30.06.2011 10:23

Erfahrener Taucher bei Aufstieg aus Tiefe verunglückt

Bei einem Tauchunfall in St. Gilgen am Wolfgangsee (Flachgau) ist am Mittwochabend gegen 19.45 Uhr ein langjähriger Taucher der Salzburger Wasserrettung schwer verletzt worden. Der 49-jährige Flachgauer hatte beim Aufstieg aus einer Tiefe von rund 35 Metern plötzlich das Bewusstsein verloren. Sein Begleiter erkannte die Situation, barg den Tauchpartner und führte mit ihm einen Notaufstieg durch, schilderte Heinrich Brandner, Präsident der Wasserrettung Salzburg.

Der 49-Jährige, der laut Brander "mindestens seit 20 Jahren" Mitglied der Wasserrettung ist und als sehr erfahrener Taucher gilt, führte mit dem Kameraden einen Übungstauchgang in der Nähe der Falkensteinwand durch. Als die beiden bereits beim Aufstieg waren, kam es unter Wasser zu Problemen. Der Flachgauer stieg zu schnell auf und verlor dadurch das Bewusstsein. Sein "Buddy" führte eine Notpartnerbergung durch. An der Wasseroberfläche kam zufällig ein Motorboot vorbei, das den Verletzten gleich ans Ufer brachte, wo er rasch von Notarzt und Sanitätern versorgt wurde.

In Dekompressionskammer gebracht
Mit dem Rettungshubschrauber wurde der 49-Jährige ins Krankenhaus nach Salzburg und von dort weiter in eine bayerische Klinik überstellt, die eine Dekompressionskammer hat. In solchen Kammern wird nach einem zu raschen Aufstieg nochmals der Druck einer großen Wassertiefe erzeugt und dann ein langsamer, für den Körper verträglicher Aufstieg simuliert. Dabei soll der Stickstoff, der sich in der Tiefe im Körper angesammelt hat, wieder abgebaut werden, ohne dass dieser in den Blutgefäßen zu große Bläschen bildet, die schwerste gesundheitliche Schäden verursachen können, erklärte Brandner.

Der Flachgauer hat die Nacht in dieser Kammer verbracht und wurde in der Früh auf die Intensivstation des Spitals verlegt. Nähere Angaben zum Gesundheitszustand konnte der Wasserrettungs-Präsident am Donnerstag noch nicht machen.

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