So, 22. Oktober 2017

Streit spitzt sich zu

30.06.2011 10:31

Samsung fordert Importverbot für Apple-Produkte

Der erbitterte Patentstreit zwischen den Rivalen Apple und Samsung spitzt sich weiter zu. Die Südkoreaner zogen jetzt vor die Internationale Handelskommission der USA, um ein Importverbot für Apple-Produkte zu erwirken. Dem kalifornischen Hersteller wird in einer neuen Klage vorgeworfen, gegen fünf Patente von Samsung zu verstoßen.

Einer Mitteilung der US-Handelskommission zufolge betreffen die Patentverletzungen "mobile elektronische Geräte, inklusive drahtlosen Kommunikationsgeräten, tragbaren Musik- und Datenverarbeitungsgeräten und Tablet-Computern". Demnach wären iPhone, iPad und iPod von einem möglichen Importverbot betroffen. Apples Südkorea-Sprecher Steve Park wollte die neuesten Vorwürfe in dem sich zuspitzenden Patentstreit laut Nachrichtenagentur AP nicht kommentieren.

Besonders heikel an dem Streit ist, dass Samsung ein wichtiger Mobilprozessoren-Lieferant für Apple ist. Ein Geschäft, das den Südkoreanern laut Reuters im vergangenen Jahr zusätzliche Einnahmen von 5,7 Milliarden US-Dollars bescherte. Ein Importverbot für Apple-Produkte käme demnach für Samsung einem Schnitt ins eigene Fleisch gleich. Gerüchten zufolge soll sich Apple allerdings bereits nach neuen Auftragsfertigern umschauen.

Apple und Samsung werfen sich bereits seit geraumer Zeit gegenseitig Ideenklau vor. Den ersten Schritt machte Apple mit einer Klage in den USA, als der Konzern Samsung vorwarf, bei seinen Handys und Tablets mit dem Google- Betriebssystem Android Technik und Design von iPhone und iPad zu kopieren. Konkret verglich Apple damals sein iPhone 3GS mit Samsungs Smartphone Galaxy S. Der koreanische Konzern konterte mit Patentklagen in mehreren Ländern. Zuletzt aktualisierte Apple seine Vorwürfe und weitete sie dabei unter anderem auch auf das Nachahmen des iPhone 4 aus.

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