Sa, 21. Oktober 2017

Schock am Wallersee

28.06.2011 13:34

Dreister Tierquäler attackiert Schwan mit Harpune

Brutaler Angriff auf einen Schwan am Wallersee im Flachgau: Ein Unbekannter attackierte das Tier mit einer selbst gebastelten Harpune und verletzte es dabei schwer. Das untere Drittel des Schwanenhalses war von dem zehn Zentimeter langen, festen Draht durchbohrt worden. "Der Schwan wurde operiert und noch am Montagabend an den Wallersee zurückgebracht", so der Vizebürgermeister von Seekirchen, Helmut Naderer.

Eine Bootsfahrerin hatte das verletzte Tier gegen 16 Uhr im Uferbereich des Tagginger Spitzes entdeckt und den Vizebürgermeister alarmiert, der für den Tierschutz zuständig ist. In einer zweistündigen Rettungsaktion wurde der verschreckte Schwan eingefangen. Der Seekirchner Tierarzt Manfred Arnezeder entfernte den Draht, an dem noch ein kleines Stück einer Angelschnur hing. "Der Draht war vorne spitz und hatte hinten einen Haken", schilderte Naderer.

Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise
Die Operationskosten übernahm die Stadt Seekirchen. Der Vizebürgermeister, von Beruf Polizist, erstattete Anzeige gegen unbekannte Täter wegen schwerer Tierquälerei und setzte eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für sachdienliche Hinweise aus.

Uwe Gottschalk vom Tierschutzverein rettet pro Jahr zehn bis 15 mutwillig verletzte Schwäne aus den Trumer- und Salzkammergut-Seen, wie er schilderte. Die meisten von ihnen wurden durch Luftdruckgewehre verletzt, einige auch von schweren Steinen getroffen, "bei einem Schwan war der Fuß völlig zerquetscht." Ihn ärgert auch die Rücksichtslosigkeit einiger Fischer, die Angelhaken und Blinker achtlos ins Wasser schmeißen. Dadurch würden viele Wasservögel verletzt, sagte Gottschalk.

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