So, 19. November 2017

CO-Vergiftungen

26.06.2011 12:09

Griller zum Farbe-Trocknen benutzt - Quartett im Spital

Der unbedachte Umgang mit einem Holzkohle-Griller hat vier Bewohnern eines Einfamilienhauses in Eichgraben im niederösterreichischen Bezirk St. Pölten in der Nacht zum Sonntag eine Kohlenmonoxid-Vergiftung eingebracht. Sie hatten am Samstag das Wohnzimmer neu ausgemalt und nach getaner Arbeit im Garten noch gemütlich gegrillt. Vor dem Schlafengehen war man dann auf die verhängnisvolle Idee gekommen, den noch heißen Holzkohle-Griller im Wohnzimmer aufzustellen, um das Trocknen der Farbe zu beschleunigen.

Nicht bedacht war allerdings worden, dass Holzkohle beim Abbrand große Mengen des farb- und geruchlosen, aber hochgiftigen Gases Kohlenmonoxid freisetzt. Nach Angaben der Feuerwehr Neulengbach blieb lediglich eine Frau, die bei offenem Fenster und geschlossener Zimmertür geschlafen hatte, unversehrt. Als sie am Morgen die Toilette aufsuchte, fand sie die übrigen Bewohner bewusstlos vor.

Trotz aufkommender Übelkeit konnte sie noch einen Notruf absetzen und rechtzeitig ins Freie flüchten. Mitarbeiter des Rettungsdienstes brachten die Bewusstlosen schließlich unter Lebensgefahr ins Freie und alarmierten die Feuerwehr.

Gefährliches Gas musste abgesaugt werden
Die Neulengbacher Florianis, die zum Einsatz beigezogen wurden, drangen unter Atemschutz ins Haus ein, löschten den Holzkohle-Griller ab und belüfteten die Räumlichkeiten. Da der normale Luftaustausch aber nicht ausreichte, musste das gefährliche Gas schließlich abgesaugt werden.

Laut "144 - Notruf NÖ" waren Rettungsfahrzeuge von ASBÖ und Rotem Kreuz sowie ein Notarztwagen im Einsatz. Die Patienten wurden ins Landesklinikum St. Pölten gebracht, von wo dann drei von ihnen zur Behandlung in einer Druckkammer nach Graz überstellt wurden.

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