Do, 23. November 2017

Fensterstreit in Linz

15.06.2011 10:41

Denkmalamt pocht auf teure Sanierung der NS-Bauten

Der Streit über die denkmalgeschützten "Hitlerbauten" in Linz (Bild) lodert wieder auf: Während das Denkmalamt auf die originalgetreue Erhaltung pocht, steht für die GWG als Eigentümer die leistbare Sanierung im Vordergrund. Aktueller Streitpunkt sind Fenstersonderanfertigungen, die der GWG um 1,4 Millionen Euro zu teuer sind.

Die Bewohner der NS-Bauten in der Harbachsiedlung warten schon seit einigen Jahren auf die Sanierung. Doch Denkmalamt und GWG finden keinen Kompromiss. "Die Bauten sind wichtig für die Linzer Geschichte. Daher stehen die am besten erhaltenen unter Denkmalschutz", erklärt Landeskonservatorin Ulrike Knall-Brskovsky.

Die GWG hingegen weigert sich, die hohen Kosten für eine originalgetreue Sanierung zu übernehmen. "Besonders ärgerlich ist die Fensterdiskussion", meint GWG-Aufsichtsratschef Klaus Luger. "Das Denkmalamt fordert Holz/Alufenster. Dabei werden überall Kunststofffenster eingebaut." Das schlägt sich auch im Preis nieder.

GWG: "Müssten Mieten um Vieles erhöhen"
Der GWG liegt ein aktuelles Angebot vor: Holz/Alufenster kosten für die Wohnanlage 1,78 Millionen Euro, Kunststofffenster hingegen 370.000 Euro. "Der Unterschied ist enorm. Wir müssten die Mieten um Vieles erhöhen. Das will ich einfach nicht", sagt Luger.

Knall-Brskovsky hält an ihrer Position fest: "Die Fenster und das Material sind wichtig für den Bau. Ich möchte das bei einem Termin mit der GWG klären."

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