Sa, 18. November 2017

„Herzwerkerin“

09.06.2011 14:45

Landesrätin Scharer zieht sich aus der Regierung zurück

Erika Scharer (SP) tritt zurück – die Sozial- und Gesundheitslandesrätin wird noch vor dem Sommer aus der Landesregierung ausscheiden. Sie wird sich aber nicht gänzlich aus der Politik zurückziehen, sondern weiterhin Bezirksvorsitzende der SP im Pinzgau bleiben. Nachfolgerin Scharers wird voraussichtlich die Leiterin der sozialpolitischen Abteilung der Salzburger Arbeiterkammer, Cornelia Schmidjell (48).

Sie habe schon bei ihrem Einstieg in die Funktion vor vier Jahren angekündigt, dass sie nicht die volle Periode bis 2014 zur Verfügung stehen werde, sagte Scharer am Donnerstag. Wohl auch deshalb waren im vergangenen halben Jahr in Lokalmedien mehrmals Meldungen aufgetaucht, wonach sie sich bald aus der Landespolitik verabschieden werde - Scharer und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SP) betonten daraufhin stets, den Zeitpunkt selbst zu bestimmen. "Nun ist es so weit", eröffnete Scharer dann auch am Donnerstag die Pressekonferenz zu ihrem Regierungsabschied. Sie befinde sich im 60. Lebensjahr und sei die Hälfte ihres Lebens politisch tätig gewesen. Auf allen Ebenen - von der Gemeindepolitik bis zum Nationalrat - habe sie versucht, mit "vollem Herz und voller Kraft" für die Menschen und die Allgemeinheit zu arbeiten.

Scharer will beim Tempo "ein paar Schritte zurücknehmen"
Ganz zu Ende geht Scharers Laufbahn mit dem Ausscheiden aus der Landesregierung aber noch nicht. Sie sei gebeten worden, weiterhin Vorsitzende der SP-Bezirksgruppe Pinzgau zu bleiben. Sie habe nun mehr Zeit, sich um die Organisation zu kümmern, und möchte dann die Weichen für eine geordnete Übergabe stellen. Auf die Frage, weshalb sie dann die Landespolitik verlasse, wenn sie offenbar weiterhin Kraft und Lust an der Politik habe, sagte Scharer, dass ihre Lebensplanung einen Rückzug vor 2014 vorgesehen hätte, "und jetzt ist der richtige Zeitpunkt". Künftig will die Langzeit-Politikerin das Tempo "ein paar Schritte zurücknehmen" und "schauen, was kommt, um mich eventuell noch einmal neu zu orientieren". Die Pension habe sie jedenfalls noch nicht beantragt.

Burgstaller würdigte Scharers Arbeit abschließend und bezeichnete sie als "Herzwerkerin". Die 59-Jährige habe ihre Ziele stets mit Hartnäckigkeit sowie hoher Kompetenz verfolgt und die zwei wesentlichsten Anforderungen mitgebracht: Fachlichkeit und Menschlichkeit.

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