Fr, 20. Oktober 2017

Verfahren droht

09.06.2011 10:20

HP führt Kleinkrieg um Computerchips mit Oracle fort

Die Stimmung zwischen den beiden Technologiekonzernen Hewlett-Packard und Oracle wird immer frostiger. Aus dem verbalen Schlagabtausch der vergangenen Monate droht ein handfestes Gerichtsverfahren zu werden. Seit Orcle den Großrechner-Spezialisten Sun übernommen hat, versuche das Unternehmen, HP-Chips vom Markt zu verdrängen, so der Vorwurf.

HP hat Oracle in einem Brief ultimativ aufgefordert, mit seiner Software weiterhin die verbreiteten Intanium-Prozessoren zu unterstützen. Diese Chips sind das Herz vieler großer Firmenrechner von HP.

Es gebe rechtlich bindende Vereinbarungen, die Oracle gegenüber HP und den betroffenen 140.000 Kunden eingegangen sei, erklärte HP am Mittwoch. "Wir glauben, dass dies der gesetzwidrige Versuch ist, Kunden von der HP-Itanium-Plattform auf Oracles eigene Plattform zu drängen." Oracle hatte den Großrechner-Spezialisten Sun übernommen und versucht seitdem, den Firmenkunden seine Software samt der passenden Hardware zu verkaufen. Oracle entwickelt vor allem Datenbanken.

Oracle hatte Mitte März erklärt, die Unterstützung für den gemeinsam von HP und Intel entwickelten Server-Chip Itanium auslaufen zu lassen. Das war der bisherige Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen den beiden Konzernen. Die beiden einst guten Partner hatten sich über den unrühmlichen Abgang des damaligen HP-Chefs Mark Hurd zerstritten. Hurd ist ein Freund von Oracle-Chef Larry Ellison, der ihn flugs ins eigene Unternehmen holte und immer wieder gegen HP schießt.

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