Sa, 16. Dezember 2017

EHEC-Entwarnung

10.06.2011 15:51

Salzburgerin nicht an aggressivem Keim erkrankt

Jene 82-jährige Patientin, die im Salzburger Krankenhaus der Barmherzigen Brüder wegen einer EHEC-Erkrankung behandelt wird, leidet definitiv nicht an dem aggressiven Subtypus des Keimes. "Das hat ein Bestätigungstest ergeben", teilte der Salzburger Landessanitätsdirektor Christoph König am Freitagnachmittag mit. Die Salzburgerin, die auf einem Bauernhof in Hallwang lebt, sei an einem anderen Keim erkrankt - an welchem genau, werde in ein bis zwei Wochen feststehen.

Bereits am Donnerstag war durch einen spezifischen Test der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Graz nachgewiesen worden, dass die Salzburgerin nicht an jenem EHEC-Typ erkrankt ist, der in Deutschland grassiert. Um sicher zu gehen, habe die AGES aber noch einen Bestätigungstest durchgeführt, so König.

Die 82-Jährige war am Montag ins Spital gebracht worden. Sie litt an starkem Durchfall und sehr hohem Fieber. Ihr Zustand ist nicht mehr lebensbedrohlich. Der Bauernhof und die Bewohner werden vom Gesundheitsamt Salzburg-Umgebung auf EHEC-Keime untersucht, erklärte König.

3.000 EHEC-Fälle in Deutschland
Derzeit sind deutschlandweit rund 3.000 EHEC-Fälle und -Verdachtsfälle registriert. Mindestens 30 Menschen sind nach Angaben von Behörden gestorben. In den stark betroffenen Bundesländern Hamburg und Niedersachsen flachte der Anstieg der Infektionszahlen zuletzt ab. Dagegen stieg die Zahl der Neuinfizierten in Schleswig-Holstein deutlich.

Der Landwirtschaftsminister Niedersachsens, Gert Lindemann, erklärte am Donnerstag, dass trotz der vielen EHEC-Fälle ein verstärktes Eingreifen der EU nicht nötig sei. "Die EU war von Beginn an involviert und kann auch nicht mehr tun, als auf Ergebnisse zu warten", sagte Lindemann. Die Krise sei noch nicht vorbei: "Wir werden weiter und noch breiter Untersuchungen durchführen und den Informationsaustausch noch enger halten."

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