Mi, 22. November 2017

10 Meter in die Tiefe

07.06.2011 10:34

Vorchdorferin stürzt beim Geocaching über Felswand

Zwei Wirbelbrüche, eine Knöchelfraktur und eine gebrochene Hand - das war für eine Vorchdorferin der hohe Preis für einen Geocaching-Ausflug in ihrem Heimatort im Bezirk Gmunden. Die 29-Jährige kletterte bei der "Schatzsuche" auf eine Felswand und stürzte zehn Meter tief ab. Sie lag einige Zeit auf einem steilen Abhang, bis ein Spaziergeher ihre Hilferufe hörte.

"Die Frau war allein unterwegs und war beim Klettern gar nicht gesichert. Offenbar ist irgendwo in der Felswand auf der Steinwändleitn etwas versteckt. Aber ob es das gute Versteck wert ist, dass jemand abstürzt?", runzelt ein Polizeibeamter über den schweren Unfall die Stirn. Und er empfiehlt, auch beim Geocaching immer mindestens zu zweit auszurücken.

Jäger verärgert über Schatzsucher
Auch die Jäger haben keine Freude mit den modernen Schatzsuchern: "Die Wildtiere werden in ihrem Lebensraum gestört, verbeißen durch den Stress mehr im Wald und laufen auf die Straßen. Diese neue Art der Freizeitbeschäftigung sollte auf die Wege beschränkt bleiben", ärgert sich Landesjägermeister Sepp Brandmayr über die Geocacher.

Besonders das Nacht-Caching, bei dem gewisse Hinweise nur bei Dunkelheit wahrgenommen werden können, birgt Risiken. Und da die Verstecke mit Schwierigkeitsstufen versehen sind, sollte man sich an diese auch anpassen und das Gefährdungspotenzial von Höhlen, Steilwänden oder Bergwerksstollen abwägen.

In Deutschland wurden übrigens durch Geocaches bereits mehrmals Bombenwarnungen ausgelöst und Schatzsucher als Drogenhändler verdächtigt.

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