Fr, 24. November 2017

Javier Figueroa frei

01.06.2011 10:12

15.000 Euro Kaution für Ex-Polizeichef aus Guatemala

Der in Oberösterreich festgenommene Ex-Polizeichef von Guatemala ist am vergangenen Freitag, nach nur vier Tagen Haft, gegen eine Kaution von 15.000 Euro freigelassen worden. Alois Ebner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis, die dagegen Beschwerde eingelegt hatte, bestätigte am Mittwoch die Freilassung. Javier Figueroa, der 2007 nach Österreich geflüchtet war und mit Asylstatus zuletzt im Innviertel lebte, wird verdächtigt, in seiner Heimat mindestens zehn Häftlinge ermordet zu haben.

Bei seiner Enthaftung musste der Guatemalteke seinen Pass abgeben und hat zudem die Auflage, sich dreimal wöchentlich bei der Polizei zu melden. Über eine mögliche Auslieferung soll in rund zwei Wochen entschieden werden.

In Heimat drohen ihm 25 bis 30 Jahre Haft
Der österreichischen Justiz liegt ein entsprechendes offizielles Ersuchen eines Amtsgerichtes in Guatemala vor. Der Vorwurf darin lautet "außergewöhnliche Hinrichtung nach guatemaltekischem Recht". Figueroa stritt in Interviews die ihm angelasteten Verbrechen ab. In seinem Heimatland würden ihm dafür 25 bis 30 Jahre Haft drohen, unter Umständen sogar die Todesstrafe.

Guatemala habe aber bereits im Rahmen des Auslieferungsansuchens festgehalten, dass man "von der Todesstrafe keinen Gebrauch machen werde". Wäre dies nicht der Fall gewesen, würde dies Österreichs Entscheidung hinsichtlich der Auslieferung Figueroas beeinflussen - er würde aller Voraussicht nach nicht ausgeliefert werden.

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