Sa, 18. November 2017

Zahlreiche Einsätze

01.06.2011 11:04

Nächtliche Unwetter sorgen für teils schwere Schäden

Schwere Unwetter sind in der Nacht auf Mittwoch über weite Teile Österreichs hinweggezogen. Besonders stark betroffen waren Oberösterreich und Niederösterreich, aber auch in Salzburg hinterließen die Gewitter ihre Spuren. Straßen und Keller wurden überflutet, Bäume stürzten auf Fahrbahnen und Stromleitungen. Die Freiwillige Feuerwehr Leonding im Bezirk Linz-Land wurde selbst zum Unwetter-Opfer: Ihr Gebäude stand etwa 30 Zentimeter unter Wasser. Ebenfalls betroffen war das Whiskymuseum in Steyregg.

In Oberösterreich waren rund 750 Feuerwehrleute wegen der schweren Unwetter im Einsatz, wie das Landesfeuerwehrkommando am Mittwochmorgen mitteilte. Gegen 21 Uhr kam es zu ersten Unwettern mit starkem Regen, die Landeswarnzentrale wurde personell verstärkt. Neben Linz-Land - rund 350 Einsätze wurden dort verzeichnet - waren auch die Bezirke Grieskirchen, Eferding, Urfahr-Umgebung, Braunau, Perg, Wels-Land und Kirchdorf betroffen. Noch Mittwochmittag waren die Florianijünger dabei, Keller auszupumpen und Straßen zu reinigen.

Whiskymuseum zehn Zentimeter unter Wasser
In Hartkirchen (Bezirk Eferding) ging ein Baum durch Blitzschlag in Flammen auf (Bilder) und der Dachstuhl eines Hauses brannte. In Neuhofen (Bezirk Linz-Land) musste die Kremstal Straße (B139) gesperrt werden. In Leonding mussten Geräte aus dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden (Bilder).

Auch das Whiskymuseum in Steyregg (Bezirk Urfahr-Umgebung) war vom Unwetter in der Nacht auf Mittwoch betroffen. Teile des Mobiliars und ein paar Dutzend Flaschen wurden zerstört, berichtete Gründer und Direktor Thomas Neuhauser am Vormittag: "Es gibt keinen Whisky ohne Wasser. Aber warum muss es denn immer so viel auf einmal sein?"

Gegen 22 Uhr setzte der starke Regen das Museum fast zehn Zentimeter unter Wasser - ein Abflussrohr konnte die Wassermenge nicht mehr schnell genug ableiten. Eine Gruppe von rund zehn Personen, die gerade eine Promotion feierte, Nachbarn und die alarmierte Feuerwehr halfen zusammen. Innerhalb einer Stunde war der Großteil des Wassers entfernt, angrenzende Räume blieben verschont. Neuhauser geht von 10.000 bis 20.000 Euro Sachschaden aus. Während des Jahrhunderhochwassers vor neun Jahren waren es - nur zwei Wochen nach der Einweihung des Museums - rund 70.000 Euro.

Überschwemmungen im Most- und Weinviertel
Eine große Gewitterzelle zog in den späten Abenstunden auch über das Mostviertel in Niederösterreich. Kurz nach 21 Uhr erreichten zahlreiche Notrufe die Bereichsalarmzentrale der Freiwilligen Feuerwehr Amstetten. Aufgrund der großen Regenmengen wurden zahlreiche Häuser, Keller sowie Straßen überflutet.

Alleine im Bereich St. Valentin und St. Pantaleon gab es innerhalb kurzer Zeit über 25 Einsatzorte. Mehr als 70 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Bezirk Amstetten standen bis in die frühen Morgenstunden im Dauereinsatz.

Wegen Überflutungen nach punktuellem Starkregen mussten auch zwei Feuerwehren mit 45 Helfern in der Waldviertler Gemeinde Steinbach (Bezirk Gmünd) ausrücken. Mehrere Straßen, Keller und Felder waren überschwemmt und mussten gereinigt werden.

Dutzende Einsätze im Salzburger Flachgau
Zahlreiche Einsätze gab es auch im Salzburger Flachgau, alleine in St. Georgen bei Lamprechtshausen wurde ein Dutzend Mal die Feuerwehr alarmiert. In Saaldorf im benachbarten Bayern schlug ein Blitz in das Dach eines Wohnhauses ein, der Dachstuhl geriet dabei in Brand. Eine 68-jährige Hausbewohnerin musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

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