Mo, 20. November 2017

Einblick in Baustelle

30.05.2011 14:54

Besucher können neues Musiktheater in Linz erkunden

Besucher können ab Sonntag das Linzer Musiktheater, das im April 2013 eröffnet werden soll, erkunden. Wenn die Arbeiten ruhen, sind die Baustellenkiebitze an der Reihe. Ausgehend von einem neuen Pavillon im Volksgarten, wo man auch Einblick in Arbeiten des Akustikers bekommt, werden Führungen angeboten.

Seit dem Spatenstich im April 2009 hat das Musiktheater klare Formen angenommen. Die Kunststeinfassade am Bühnenturm ist fertig, an der Natursteinverkleidung des restlichen Bauwerks wird voraussichtlich noch bis Herbst gearbeitet. Von den 1.700 Quadratmetern Glasfläche wurde bereits knapp die Hälfte eingebaut.

Im Gebäudeinneren laufen die Trockenbau-Arbeiten auf Hochtouren, ebenso jene an der Elektro- und Haustechnik. Die vier fahrbaren Podien des Orchestergrabens sind bereits komplett, der Eiserne Vorhang - er wiegt rund neun Tonnen - bis auf den Anstrich ebenfalls. Derzeit wird an der Obermaschinerie gewerkelt: 54 Antriebsmotoren und 5.800 Seilumlenkrollen müssen justiert werden, um später alle Stückeln zu spielen. Noch in Arbeit ist das Herzstück des Theaters, eine Transportdrehbühne mit 32 Metern Durchmesser, mit der außer dem Zuschauerraum auch die Montagehalle und Neben- bzw. Probebühnen angefahren werden können.

Im Volksgarten, der das grüne Foyer des Opernhauses bilden soll, wurde ein Pavillon errichtet, der als Basislager für die nun startenden Führungen dient. In dem Container sieht man ein Modell des großen Bühnenraumes, mit dem der Akustiker Karl-Bernd Quiring seine Messungen für das Theater vorgenommen hat. Zudem erfährt man einiges über die ausgeklügelte Technik des Hauses, bevor man - ausgestattet mit einem Helm - durch die Baustelle geführt wird. Kostenpunkt: fünf (bzw. ermäßigt drei) Euro.

"Sind im Zeit- und Finanzplan"
Diese "Baubegleitung durch den Bürger" soll einerseits "Schwellenängste vor der sogenannten Hochkultur" nehmen, betonte Kulturreferent Landeshauptmann Josef Pühringer, schließlich werde man neue Zuschauergruppen erschließen müssen. Zum anderen diene sie dazu, dem Steuerzahler als Finanzier des Hauses die Verwendung der Mittel und die Baufortschritte näher zu bringen. "Wir sind im Zeit-und Finanzplan", berichtete er. Die Gesamtkosten des Musiktheaters werden mit 150 Millionen Euro beziffert, bisher wurden 94,3 Millionen Euro an Aufträgen vergeben.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden