Fr, 20. Oktober 2017

Brandneuer Bericht

27.05.2011 08:21

Salzburg vergab 2010 135 Millionen Euro Subventionen

Es ist der Tag der Wahrheit für die Landesregierung: Der Subventionsbericht deckt bis auf den Cent genau auf, wer vom Land wie viel Förderung aus Steuergeld bekommen hat. Der brandneue Report für das Jahr 2010 ist noch geheim und wird erst nächste Woche in der Regierung beraten – die "Krone" hat schon ein Exemplar und deckt in den nächsten Tagen Salzburgs "Subventions-Kaiser" auf. Insgesamt wendete das Land im Jahr 2010 135 Millionen Euro an Subventionen.

390 Seiten lang ist der neueste Subventionsbericht fürs Jahr 2010 – und bringt der Landesregierung sogar ein Lob. Denn im Wahljahr 2009 verteilten die Politiker noch Wahlzuckerl im Überfluss und machten dafür Förderungen von unglaublichen 151,28 Millionen Euro locker – aus Steuergeld, versteht sich. Im vorigen Jahr standen die Beamten im Ressort von Landes-Vize David Brenner dagegen auf der Bremse: Die Subventionen machten nur noch 135,08 Millionen Euro aus. Das ist eine deutliche Einsparung um fast 11 Prozent!

Faire Aufteilung bei Wissenschafts-Förderung
Trotz aller Kürzungen – die echten Subventions-Profis und die Parteien mit ihren Vorfeld-Organisationen finden immer Wege, um Unterstützung aus dem Steuertopf zu kassieren. Ganz einträchtig ist die Aufteilung bei der Wissenschaft: Da bekommt die "schwarze" Hans-Lechner-Forschungsgesellschaft genau den gleichen Zuschuss wie der "rote" Karl-Steinocher-Fonds: An beide Institutionen bezahlte das Land im Vorjahr exakt 5.600 Euro. Übrigens unter dem Titel "Landesbeitrag" – nähere Angaben über die Verwendung des Geldes gibt es nicht.

Ähnlich sieht es bei der Jugendförderung aus. Da steuert das Land großzügig Geld für das "Jahresprogramm" der diversen Vereine bei. Natürlich fehlen dabei auch die Parteien nicht. Hier bekommt die "Junge VP" mit einer Förderung von 23.354 Euro deutlich mehr als die "Jusos – Junge SozialdemokratInnen" der SPÖ, die sich mit vergleichsweise mageren 8.835 Euro bescheiden mussten.

Dafür bekamen in der "roten" Hälfte auch die Kinderfreunde eine ansehnliche Subvention aus dem Steuertopf – sie durften sich fürs umfangreiche Jahresprogramm über stattliche 65.929 Euro als Zuschuss freuen. Vergleichsweise ärmlich ist die Förderung für den "Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ)", der gerade einmal 1078 Euro als Beihilfe kassierte. Nur die Grünen gehen bei der Verteilung von Geld an die Jugendorganisationen leer aus – sie haben keine Gruppe, die im Landesjugendbeirat ist und bleiben darum "subventionslos".

Übrigens: Sogar die SP-Frauen Bürmoos durften sich über 1.000 Euro aus dem Steuertopf für eine Veranstaltung zum Frauentag 2010 freuen.

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