Do, 23. November 2017

Pläne sind falsch

25.05.2011 18:41

Totale Konfusion in Adnet wegen 380-kV-Leitungstrasse

Einen Tag vor der Präsentation in der Salzberghalle hat die Gemeinde Adnet wegen der geplanten 380-kv-Leitung durch den Ort Post vom Verbund bekommen – keine gute. Denn: "Der Plan war völlig falsch", ärgert sich Bürgermeister Wolfgang Auer, "und hatte nichts mit der tags darauf gezeigten Variante zu tun." Dabei hätte die Gemeinde seit 15 Jahren in ihrer Raumordnung eine Trasse freigehalten.

"Trotz der Präsentation am 19. Mai wissen wir praktisch bis heute nicht exakt, wo der Verbund Masten und Leitungen plant", ärgert sich der Adneter Bürgermeister. Und vor allem eines: "Wie der Verbund mit den Gemeinden und den Trassen-Anrainern umspringt, spottet jeder Beschreibung."

Bürgermeister: "Du kommst dir verarscht vor"
Mehr noch: Die Austrian Power Grid (APG) hatte am 18. Mai spätabends persönlich einen Trassen-Plan bei der Gemeinde Adnet abgegeben. Am Vorabend der offiziellen Präsentation! Und, wie sich zeigte, eine Trassen-Variante, die gar nicht mehr aktuell war: "Du kommst dir verarscht vor und mich wundert es nicht, wenn die Wut der Leute größer wird", so Auer.

Seit 15 Jahren freigehaltene Trasse ignoriert
So wie am Obergardortenhof von Johanna und Erwin Ziller: "Auch im Internet ist immer noch die alte Trasse drinnen", ärgert sich die Bäuerin, "dabei haben sie uns in der Salzberghalle gesagt: Dort, wo euer Heustadel steht, bauen wir den Masten hin." Keine 100 Meter vom Hof entfernt! Was den Adneter Bürgermeister besonders ärgert: "Seit dem ersten Versuch des Verbunds vor 15 Jahren halten wir in der Raumordnung des Ortes eine 380-kV-Trasse frei. Doch diesen Umstand hat auch der Trassen-Vorschlag völlig ignoriert."

Weder am nahen Hof von Andreas Klappacher, wo hektarweise der Wald fallen soll, noch am Obergardortenhof hat sich jemals ein Verbund-Vertreter blicken lassen. Johanna Ziller entsetzt: "Sie planen mit deinem Grund und Boden, als ob er ihnen gehören würde."

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