Sa, 18. November 2017

Wieder aufgetaucht

25.05.2011 14:49

Vermisster 27-Jähriger nahm sich einfach „Auszeit“

Jener 27-jährige Mödlinger, der nach einem Autounfall am 17. April spurlos verschwunden war, ist nun wieder wohlbehalten aufgetaucht. Wie Franz Steinböck, Chef der Fahndungsgruppe, im Gespräch mit krone.at berichtete, hatte sich der junge Mann lediglich eine "Auszeit nehmen wollen". Bis nach Mittelitalien führte ihn schließlich seine mehr als einen Monat lange Reise, während seine Eltern und die Polizei bereits das Schlimmste befürchten mussten. Nun folgte das große Aufatmen: "Es geht ihm gut", so Steinböck.

Kurz vor seinem Auftauchen am Dienstag seien laut Steinböck "sehr konkrete Hinweise" zum Aufenthaltsort von Christoph G. eingegangen. So habe man gewusst, dass er sich im südlichen Niederösterreich aufhalte. Kurz danach habe er Kontakt zu seinen Eltern aufgenommen und sei freiwillig wieder zurückgekehrt.

Zu Fuß und per Anhalter durch Italien
Bei dem Unfall habe der junge Mann nur leichte Verletzungen erlitten, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Zeit danach nützte er für einen ausgiebigen Urlaub. "Er hat sich so durchgeschlagen. War teilweise zu Fuß oder per Autostopp unterwegs", erklärte Steinböck. In der Urlaubszeit sei es laut dem Beamten relativ leicht, durch Betteln das Auslangen zu finden.

Der Chefermittler zeigte sich gegenüber krone.at sehr erleichtert, dass es dem Mödlinger gut gehe. Die Fahndung sei allerdings eine "große Belastung für die Dienststelle" gewesen. Die Erhebungen hätten einen immensen Aufwand bedeutet - nicht nur für die Exekutive. Schließlich hätte auch die Familie Bilder von dem 27-Jährigen plakatiert und die Freunde in die Suche eingebunden.

Der Fall sei nun eigentlich vor dem Abschluss, so der Polizist: Es folge noch eine Befragung des Mödlingers, um herauszufinden, "ob er vielleicht etwas angestellt hat".

Aufwändige Suchaktion war erfolglos
Nur der demolierte Wagen von Christoph G. war nach dem Unfall am 17. April im Straßengraben in Mödling entdeckt worden. Der Lenker schien wie vom Erdboden verschluckt. Familie, Freunde und Polizei standen vor einem Rätsel: Niemand konnte sich das mysteriöse Verschwinden von Christoph G. erklären. Gegen 5 Uhr früh hatte der 27-Jährige eine Geburtstagsfeier in Mödling verlassen – danach wollte er noch zu einem Freund in Baden - doch dort kam er nie an.

Vom Lenker fehlte nach dem Unfall jede Spur. Selbst Handy-Ortung und großräumige Suchaktionen durch die Bergrettung und die Alpin-Polizei in den umliegenden Wäldern blieben erfolglos.

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