Mo, 23. Oktober 2017

Neue Bilanz

21.05.2011 10:13

Hohes Risiko für Unfalltod in Schärding

In Oberösterreich ist das Risiko, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, im Bezirk Schärding am größten, gefolgt von den Bezirken Braunau, Gmunden und Urfahr-Umgebung. Das ergab eine Studie des VCÖ. Am besten abgeschnitten hat die Stadt Steyr, dort gab es im Vorjahr keinen einzigen tödlichen Unfall.

In absoluten Zahlen waren die meisten Verkehrstoten, nämlich 15, im Bezirk Braunau zu beklagen, in Gmunden waren es 14, in Vöcklabruck elf. Da aber die Bevölkerungsdichte in den Bezirken verschieden groß ist, wurde bei dieser Erhebung die Todesrate pro 10.000 Einwohnern errechnet. Und da liegt Schärding mit 1,6 Todesopfern an der Spitze, in Braunau waren es 1,5 und in Gmunden 1,4.

Die Stadt Steyr ist einer von nur 15 Bezirken in ganz Österreich ohne Todesopfer im Verkehr. Deutlich besser als im Bundesschnitt fällt die Bilanz bei uns auch im Bezirk Eferding (0,3) sowie in Linz-Stadt und in Linz-Land mit umgerechnet jeweils 0,4 Verkehrstoten aus.

"Hauptursache überhöhte Geschwindigkeit"
Die meisten tödlichen Unfälle passieren auf Freilandstraßen. "Hauptursache ist überhöhte Geschwindigkeit", weiß Verkehrsexperte Martin Blum vom VCÖ. Und er ergänzt: "Tempo 80, wie es etwa in der Schweiz bereits gilt, könnte die Todesrate auf unseren Straßen deutlich senken." Weiters fordert der VCÖ entlang der Freilandstraßen den Ausbau der Fuß- und Radwege, und das ganz besonders in der Nähe von Siedlungen.

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