Fr, 17. November 2017

Zukunft schon heute

19.05.2011 09:47

Heimische Firma produziert „Minority Report“-Displays

Was im Kassenschlager "Minority Report" mit Tom Cruise noch wie Technik aus einer fernen Zukunft wirkte, wird heute schon in Österreich produziert: Die Wiener Firma uma stellt "Skin" her - ein interaktives Display, das auf vorbeigehende Personen reagiert und von diesen per Multitouch-Oberfläche bedient werden kann. Das Projekt hat Zukunft: Soeben hat das Unternehmen 1,1 Millonen US-Dollar (etwa 774.000 Euro) von Investoren erhalten.

uma beschreibt Skin als interaktive Multimedia-Installation. Die Technologie reagiert über Kameras mit 3D-Sensor auf vorübergehende Personen und ist in der Lage, diesen verschiedenen Inhalte zu präsentieren. Über RFID-Chips kann die Technologie weiter personalisiert werden, sodass etwa bestimmte Personen gezielt für sie interessante Themen sehen.

Die Software hinter dem Projekt bezieht ihre Informationen sowohl aus dafür angelegten Datenbanken wie auch aus dem Internet. Besonderer Wert wird auf die semantische Suche gelegt, also die sinnvolle Verknüpfung von Informationen aus dem Netz.

Multitouch-Oberfläche für mehrere Nutzer
Die Interaktionsfläche von Skin bilden Full-HD-Displays, die - bis zu einer Breite von 8,4 Metern und einer Höhe von 2,5 Metern - zusammengeschlossen werden, um wie ein einziger Bildschirm zu agieren. Dieser kann jedoch von mehreren Menschen gleichzeitig bedient werden. Dazu setzt der Nutzer beide Hände ein, etwa um die Größe eines Bildes zu verändern oder einen Inhalt herauszupicken. Infrarotsensoren erfassen die Bewegungen von Fingern und Händen.

In Zukunft mit Gesichtserkennung?
Die Entwicklung könnte vor allem in Geschäften neue Kunden anlocken, lassen sich damit doch Produktpräsentation und spielerisches Erleben verbinden. Mit Ausweitung der Technologie - etwa durch Gesichtserkennung - könnte es in Zukunft zudem sein, dass die Software den Käufer erkennt, eine persönliche Begrüßung erfolgt und individualisierte Kaufempfehlungen abgegeben werden. Ganz so, wie es "Minority Report" vorgemacht hat.

Pionier der semantischen Suche im Web
uma wurde 1994 gegründet und hat soeben eine große Finanzspritze von verschiedenen Investoren erhalten, wie "TechCrunch" berichtet. Demnach sollen etwa 774.000 Euro der Technologie auf die Sprünge helfen. Das Unternehmen hat 1998 eine der ersten semantischen Internetsuchmaschinen namens Melvil vorgestellt. Zu seinen Kunden zählen heute große Unternehmen wie Siemens, Intel, Red Bull oder L'Oréal ebenso wie der österreichische Staat.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden