Sa, 18. November 2017

„Blaue Briefe“

17.05.2011 10:51

LASK-Eigentümer Reichel sorgt für Kündigungswelle

"Ich möchte meinen Trainer-Stab behalten", so Walter Schachner (Bild) letzten Donnerstag bei einer LASK-Pressekonferenz! Inzwischen fanden die Assistenten des LASK-Trainers in ihren Briefkästen "blaue Briefe". Und nicht nur sie! LASK-Boss Reichel hatte nämlich das getan, was er mit Ausnahme von Absteigen und Streiten am besten kann: fast alle Angestellten gekündigt!

Das Aufatmen über die Freitag in 2. Instanz mit finanziellen Auflagen erteilte Lizenz für die kommende Erste-Liga-Saison währte bei vielen LASK-Mitarbeitern nur sehr, sehr kurz. Grund: Einem nach dem anderen schneite seit Freitag die Kündigung ins Haus! Ausnahme: Elisabeth Straßer, deren Kündigung wohl zu teuer gewesen wäre. Hintergrund: Die einzige Langzeit-Angestellte wäre noch in das alte - und damit für den LASK kostenungünstige - Abfertigungs-System gefallen.

Nicht aber die restlichen Büro-Angestellten, Trainer-Assistenten oder Betreuer wie Zeugwart Wieland Kühnel. Weshalb sie bis auf Tormann-Trainer Andreas Nussbaumer, der keinen Vertrag besitzt, alle kurzerhand gefeuert wurden, gleichzeitig aber für Mittwoch einen Gesprächstermin bei Präsident Peter-M. Reichel angeboten bekamen.

20% weniger Lohn?
Weshalb sich keiner der Gekündigten derzeit offiziell zur Entwicklung äußern will. Intern wird aber gemunkelt, dass allen eine neue Anstellung angeboten werden soll. Allerdings mit - gegenüber den alten Verträgen - um 20% gekürzten Löhnen...

Was manche für unzumutbar halten. Nicht nur, weil der LASK seine Mitarbeiter bekanntlich ohnedies schlecht bezahlt. Zuletzt geschah das zudem auch noch unpünktlich: So haben einige Angestellten im April ihr Mini-Gehalt auch noch mit dreiwöchiger Verspätung erhalten, was Präsident Reichel gegenüber der "Krone" aber damit begründete, dass es "intern eine Umstellung gegeben hatte".

von Georg Leblhuber, "OÖ-Krone"

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