Fr, 22. September 2017

Verhandlungen laufen

13.05.2011 11:21

Moldan-Mitarbeiter wollen Lohnkürzung nicht akzeptieren

Dass zirka 40 Mitarbeiter der Baustoff-Firma Moldan in Kuchl um ihre ausverhandelten 2,68 Prozent Lohnerhöhung gebracht werden sollen, hat auch die Politiker in Wien alarmiert. Geschäftsführer Josef Eder konnte bis jetzt laut Personalvertreter nur fünf von 40 Mitarbeitern überzeugen, zu unterschreiben.

Nur fünf von 40 unterschreiben: "Die Leute sind sauer. 25 von ihnen haben sich diese Woche von uns beraten lassen, wie es nun weitergehen soll", sagte Nationalrat und Gewerkschafter Josef Muchitsch am Donnerstag der "Krone". Zur Erinnerung: In der Firma Moldan sollen die 40 Mitarbeiter auf die von den Sozialpartnern ausverhandelten 2,68 Prozent Lohnerhöhung per Unterschrift verzichten.

Argument der Geschäftsführung: Sanierung des Betriebes. Muchitsch: "Um das Ausverhandelte zu umgehen, plant die Firma: Lohnkürzung mit 30. April 2011 um diese 2,68 Prozent, um dann ab 1. Mai die vorgeschriebenen 2,68 Prozent mehr zu bezahlen. Unterm Strich ein Nullsummenspiel."

Das wollen sich die Mitarbeiter nicht gefallen lassen. Von 40 weigern sich bis jetzt 35 Mutige zu unterschreiben, obwohl ihnen die Kündigung angedroht wird. "Unsere Forderungen konkret: Wir wollen mit der Geschäftsführung an einen Tisch und ein Gesamtpaket, das akzeptabel ist, ausverhandeln. Und wir wollen wissen, was die Führungsetage zur Sanierung des Unternehmens beiträgt", sagt "Beppo" Muchitsch.

von Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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