Mo, 20. November 2017

„Up to nothing“

12.05.2011 12:34

30 Jahre ARGEkultur - Party und kritische Reflexion

Sein 30-Jahre-Jubiläum feiert das Salzburger Kulturzentrum ARGEkultur mit einem Drei-Tages-Fest von 26. bis 28. Mai. Im Zentrum steht dabei das Filmprojekt "Up to nothing" von Hermann Peseckas, Piet Six und Markus Grüner-Musil. In diesem abendfüllenden Film, der am 27. Mai Vorpremiere hat und im Herbst im Filmkulturzentrum "Das Kino" laufen wird, beschäftigen sich die drei Film-Autoren mit der Geschichte der ARGEkultur und mit der Geschichte der Alternativ-Kultur der Stadt Salzburg, die wie kaum eine andere Stadt von Hochkultur dominiert war und ist.

"Up to nothing - Geschichten und Mythen der Gegenkulturen in Salzburg" ist eine Koproduktion der ARGEkultur mit dem "studio west". Der Film, an dem die Autoren seit Herbst 2010 recherchieren, drehen und schneiden, beschäftigt sich mit den kulturellen Aufbruchsjahren 1976 bis 1987 und versteht sich als kritische Reflexion von kulturellem und politischem Aktionismus in Salzburg.

"Druck zu Veränderung war wesentlich stärker als heute"
"In jenen Jahren war der Druck zu Veränderung von unten wesentlich stärker als heute", sagte Markus Grüner-Musil, Ko-Autor des Films und künstlerischer Leiter der ARGEkultur. Eine extrem heterogene und laut Grüner noch heute außergewöhnlich engagierte und leidenschaftliche Gruppe von Menschen forderte demnach ein zentral gelegenes Gelände am Rainberg, einem der drei Salzburger Stadtberge, für ihre Kulturinitiative und gründete 1981 die "ARGE Kulturgelände Rainberg".

Diese Forderung wurde nicht erfüllt, die Stadtpolitik um den damaligen Bürgermeister Josef Reschen (SP) gestand der Initiative das geforderte 24.000 Quadratmeter große Rainberg-Areal nicht zu, sondern ein 'nur' 1.500 Quadratmeter großes Areal in Nonntal. Dort wurde 1987 die ARGE-Nonntal eröffnet, 2005 übersiedelte die in ARGEkultur umbenannte Kulturinitiative in einen nahe gelegenen Neubau.

"Noch heute zehrt Salzburg von [...] diesen Jahren"
"In den Aufbruch-Jahren gab es kulturelle und zugleich politische Aktionen wie die sogenannte 'Bettler-Demo' und 'bunte Demos', in denen sich Leute vor dem Festspielhaus angekettet und gegen die 'elitäre' Hochkultur demonstriert haben" sagte Grüner. "Noch heute zehrt Salzburg von vielen in diesen Jahren entstandenen Kulturinitiativen, etwa 'Das Kino', das 'Schauspielhaus', das 'Rockhouse' und viele andere."

Eröffnet werden die Jubiläums-Feierlichkeiten der Salzburger Alternativkultur am 26. Mai mit einem "merkwürdig bebilderten" Leseabend der Autorin und ehemaligen deutschen Grün-Politikerin Jutta Ditfurth, die aus ihrem vieldiskutierten Buch "Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen", (Rotbuch Verlag, Berlin 2011) lesen wird. Am 28. Mai wird dann die ARGEkultur die Idee eines Jubiläumsfestes wörtlich nehmen und eine Party veranstalten. Dazu eingeladen sind die Musikerin Clara Luzia mit ihrer emanzipatorisch-poppigen Musik, die lokale Wohngemeinschafts-Ska-Band The Merry Poppins, Nigrita & The Mellowbeats sowie Costo Rico aus Barcelona.

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