Fr, 17. November 2017

Augenzeugin gesucht

10.05.2011 14:50

Frau in Salzburg neben ihrem Auto erstochen

Nach dem Mord an einer 38-jährigen Serbin (Bild) am Montagabend in der Stadt Salzburg tappen die Ermittler im Dunkeln. Die Frau war in der Nähe des "Elmo-Café", das sie zuvor besucht hatte, direkt neben ihrem Wagen von einem Unbekannten mit zwei Messerstichen in die Brust und in den Bauch getötet worden. Mögliche Hinweise erhoffen sich die Ermittler von einer bisher noch nicht ausfindig gemachten Radfahrerin, die den davonlaufenden Täter gesehen haben könnte.

Eine Hausbewohnerin erzählte den Kriminalbeamten, sie habe am Montagabend Hilfeschreie gehört. Als sie aus dem Fenster blickte, sah sie die Radfahrerin, die gerufen habe: "Da rennt er!" Doch als die alarmierte Polizei am Tatort eintraf, sei die Radfahrerin nicht mehr anwesend gewesen.

Die rund 30 Jahre alte, schlanke Frau mit längeren blonden Haaren wird nun von der Polizei ersucht, sich beim Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 059133/50-3333 zu melden. Die Befragungen von Personen im umliegenden Bereich des Tatortes dürften sonst wenig ergiebig gewesen sein.

Frau neben ihrem Auto erstochen
Die 38-jährige Serbin, die in der naheliegenden Elisabethstraße wohnte, hatte sich vor ihrer Ermordung im "Elmo-Café" nahe der Lehener Brücke aufgehalten und das Lokal gegen 21.20 Uhr verlassen. Kurz darauf wurde sie attackiert, direkt bei ihrem Wagen, der unversperrt in der Nähe des Lokals gefunden wurde. Mit letzter Kraft schleppte sich das Opfer zurück in das Café und brach im Gastraum zusammen.

Sofort alarmierten die Angestellten die Rettungskräfte, die die Schwerverletzte ins Landeskrankenhaus brachten, wo Ärzte der Unfallchirurgie in einer vierstündigen Notoperation versuchten, das Leben der 38-Jährigen zu retten. Wie es im Spital hieß, hatte der Stich in die Brust eine Arterie des Herzens verletzt. Der zweite Stich war in die linke Bauchseite gegangen.

Ein Loch am Herzen musste genäht werden. "Man hat versucht, ihren Zustand zu stabilisieren", sagte Beate Erfurth, Sprecherin der Landeskliniken. Doch die Frau hatte schon zu viel Blut verloren. Die Ärzte konnten das Leben der 38-Jährigen nicht mehr retten, um 2.45 Uhr starb sie.

Sicherheitsdirektor: "Es wird intensiv ermittelt"
Ob dem Opfer oder aus seinem Auto etwas gestohlen wurde, ist laut Sicherheitsdirektion noch nicht bekannt. Im Café wurde eine abgebrochene Messerklinge gefunden, die vermutlich bei der Attacke in der Kleidung des Opfers hängengeblieben ist und schließlich abgestreift wurde. Ermittler suchten am Dienstag nach dem restlichen Teil des abgebrochenen Messers. Eine Kellnerin des Lokals berichtete, dass die 38-Jährige das Café schon öfters besucht habe "und sehr nett war".

Keine konkrete Hinweise liegen bis jetzt über den Täter vor. Ein Ermittlungsteam bestehend aus 30 Beamten des Landeskriminalamtes sei mit den Erhebungen befasst. Eine Suchhundestaffel kämmte die Umgebung nach Spuren und der Fluchtrichtung des Täters ab. Die Polizei sei auch bemüht, weitere Zeugen ausfindig zu machen, hieß es.

Ob es sich um einen Überfall oder vielleicht sogar eine Beziehungstat handelte, konnte die Polizei vorerst nicht sagen. "Es wird intensiv ermittelt, aber aus kriminaltaktischen Gründen können wir zurzeit nicht mehr sagen", stellte Sicherheitsdirektor Franz Ruf fest.

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