Fr, 17. November 2017

Ersturteil bestätigt

09.05.2011 19:56

Räuber hoffte, Baby würde Richter mild stimmen - umsonst

Der Pensionist (75), dem er beim Überfall im Mai 2009 vor der Oberbank in Salzburg-Liefering die gesamten Ersparnisse von 234.600 Euro geraubt hatte, erschoss sich kurz danach aus lauter Verzweiflung. Doch der rumänische Räuber winselte beim Prozess um Gnade. Sogar sein Baby wurde eingesetzt, um das Gericht milde zu stimmen – vergeblich.

"Lassen sie mich frei, lassen sie mich heimgehen. Ich halte es hier nicht mehr aus!" - Vasile Z. (23) zog alle Register auf der Tränendrüsenorgel – sogar die Freundin war extra aus Rumänien angereist, um ihr Baby mitleidheischend über den Boden des Gerichtssaals krabbeln zu lassen.

Doch der Berufungssenat des Oberlandesgerichts Linz (Vorsitz Georg Wiesinger) blieb unbeeindruckt. Er verwies auf die "heimtückische Vorgehensweise": Z. hatte den behinderten, notleidenden Bettler auf Krücken gemimt und dann überraschend zugeschlagen. Die Beute blieb bis heute verschwunden. Gnade für den Räuber gab es keine: Das Ersturteil (vier Jahre Haft) wurde bestätigt.

von Manfred Heininger, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden